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Alle Rezensionen zu Liv Kristine
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Skintight
(2010, Napalm)

Musikalische Leitmotive wallen wie Nebelfetzen durch den Herbstwald. Unentschieden. Aber ungemein dekorativ. Caspar David Friedrich wäre allein aus ästhetischen Gründen angetan. Wir Kinder des 21. Jahrhunderts dagegen zweifeln mit gutem Grund. Denn »SKINTIGHT«, das dritte Soloalbum von Liv Kristine, ist seltsam richtungslos, dafür umso weichgespülter ausgefallen. Nicht richtig Pop, nicht wirklich Rock. Ein bisschen elektronisch, ein bisschen pianoballadig, ein bisschen sumpfhexenhaft verschwurbelt. Weitgehend überraschungsfrei. Echte Zauberinnen wie Tori Amos zwingen uns auf die Knie. Die Ex-Theatre-Of-Tragedy-Frontfrau lässt uns nicht einmal innehalten.

Handwerklich saubere Produktion und ansprechend gestyltes Äußeres sind bei Waldfeen-Säuselerinnen wie Liv Kristine als selbstverständlich vorauszusetzen. Nicht kalkulierbar ist dagegen, was uns emotional berührt. Wer sich nur auf das Einhalten von Formatradio-Standards konzentriert, wird nie eine wirkliche Spur hinterlassen. (emv)



Siehe auch:
Leaves' Eyes

 Liv Kristine: Skintight

Offizielle Website

Offizielle Website      www.livkristine.de

   

Libertine
(2012, Napalm NPR441)

Auch das noch: Liv Kristine hat ein Duett mit dem DSDS-Gewinner des Jahres 2006, Tobias Regener, aufgenommen; zu hören ist »Vanilla Skin Delight« auf ihrem vierten Solowerk »LIBERTINE«. Schaurig. Normaler männlicher Gesang in affig-übertrieben artikuliertem Englisch wechselt mit piepsigem Geträller einer Möchtegern-Junggebliebenen.

Bitte Liv, sing häufiger in einer Tonlage, die Deiner dünnen Stimme entgegenkommt! Sonst klingt das so grausig wie in »Silence« (ab zweieinhalb Minuten) oder in gezitterten Phrasen wie »wihihihinter«, »beaheaheaheat« oder »youhouhouhou«. Wer hat sich eigentlich die furchtbar-schiefen Hintergrundgesänge im Refrain von »Solve Me« ausgedacht? Und wer den schaurigen Text von »Paris Paris«; »le piano play ... love musique ... let's go to la boum … Paris cheri« – geht's noch peinlicher?
Fazit: Langweilig, seicht, belanglos. (nat)

   

Enter My Religion
(2006, Roadrunner/Universal 618133-2)

Liv Kristine langweilt sich seit ihrem '98er Solostart »DEUS EX MACHINA« nicht: Nach dem Theatre Of Tragedy-Rausschmiss 2002 gründet sie zusammen mit Atrocity »Leaves' Eyes«, gastiert bei Cradle Of Filth, Das Ich, Immortal Rites oder der deutschen Gothic-Peinlichkeit »Umbra Et Imago«. Nun, acht Jahre später, säuselt sie zunächst zu Streichern, Piano oder Gitarren ihre zarten Popgesänge, welche – im Widerspruch zu Livs äußerem Erscheinungsbild – wiederholt äußerst schwachbrüstig daherkommen.

Bei angemessener instrumentaler Untermalung fällt das nicht weiter auf, aber ohne irritiert es. Als erster echter Hinhörer entpuppt sich »My Revelation« mit opernartigem Einstieg plus orientalischen Melodien; das hochklassig produzierte »ENTER MY RELIGION« legt in Richtung Titeltrack tüchtig zu. Leider stürzt es ab dem überflüssigen »Streets Of Philadelphia«-Cover wieder ab, bevor es in letzter Sekunde mit dem versöhnlichen »For A Moment« abschließt. Ergebnis: Durchwachsen. (nat)



Siehe auch:
Theatre Of Tragedy
Midnattsol
Leaves' Eyes
Gothic Romance 2

   

Deus Ex Machina
(1998, Massacre Records/I.R.S. MAS DPO154)

Eine Sammlung recht elegischer Popsongs breitet die Frontfrau der norwegischen Gothicrocker Theatre Of Tragedy vor uns aus. Die Blumen-duftigen Arrangements hat Günther Illi der Norwegerin geradezu auf den Rubens-Leib gemalt – voluminöse, flauschige Klangteppiche in Moll, auf denen sich »à la bonne heure« kuscheln lässt.

Liv Kristine fällt auf »DEUS EX MACHINA« nicht durch eine ausnehmend satte Stimme auf, sondern umspielt zierlich die facettenreichen Soundgebilde. Besondere Beachtung sollte man man insbesondere dem kurzen deutschen Text des Titels »Huldra« schenken. Beileibe kein Oberkracher, aber die Gothic-Lady demonstriert, dass da Potential vorhanden ist, das angezapft werden könnte. (rab)



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