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Alle Rezensionen zu Timo Lassy
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Big Brass
(2019, Diamond T/Membran 234509)

Sein bewährtes und seit 12 Jahren in derselben Besetzung existierendes Quintett hat der Tenorsaxophonist Timo Lassy hier ordentlich aufgepumpt: Die acht Blechbläser der Ricky Tick Big Band erweitern das Klangspektrum auf dieser Live-Aufnahme aus dem Savoy Theater in Helsinki gewaltig. Mit dabei solche Spitzenkräfte wie Jukka Eskola und Kalevi Louhivuori an den Trompeten, Aaro Huopainen und Juho Viljanen an den Posaunen – und Valtteri Laurell Pöyhönen: Der Gründer der RTBB hat die Arrangements beigesteuert und dirigiert seine Blechbläser.

Die sind, wie gesagt, viel mehr als Beiwerk, obwohl natürlich Timo Lassy seine Ausnahmestellung weidlich ausnutzt und sich einige expressive Soli gönnt – aber diesbezüglich können sich mehrere Beteiligte auszeichnen. Die Stücke stammen allesamt von Lassys früheren Alben: Nach Pöyhönens Bläser-Intro kommt gleich »Undecided« vom »LOVE BULLET«-Album mit viel Power daher. In »Waltz Unsolved« legt die Band einen feinen Latin-Groove, in »Universal Four« lässt der Saxophonist so richtig die Sau raus. Timo Lassy klingt mit dieser größeren Besetzung weniger nach Soul Jazz als sonst, will sagen: Die Band ist nicht so Groove-orientiert und die Musiker haben mehr Spielraum für Soli. Nicht zu vergessen: Der Sound ist exzellent! (tjk)



Siehe auch:
Jukka Eskola
Ricky Tick Big Band
Jukka Perko
UMO Jazz Orchestra

Timo Lassy: Big Brass

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.timolassy.com

   

Live With Lassy
(2013, Schema Records SCLP 465, 2 LPs)

Ausschließlich als Doppel-LP ist diese Live-Aufnahme von 2012 erhältlich. Die Timo Lassy Band spielte an drei Abenden im ausverkauften Club Dubrovnik in Helsinki. Wie immer gibt es Hard Bop und ganz viel Soul Jazz – inzwischen wird ja Helsinki als dessen neues Zentrum wahrgenommen.

Die Band ist spielfreudig wie immer: Georgios Kontrafouris lässt das Wurlitzer röhren, Antti Lötjönen (b), Teppo Mäkynen (dr) und Abdissa Assefa (perc) grooven höllisch und der Meister Lassy selbst hat ausgiebige und kraftvolle Soli. Die Stücke dauern meistens um die zehn Minuten – daraus kann man den Live-Charakter schon vom Cover ablesen. Ein feiner Konzertmitschnitt – wer nicht dabei war, kann zumindest mit den Platten die nächste Party zum Grooven bringen. Timo Lassy ist sicher state oft the art in Sachen Soul Jazz - besser kann man das kaum spielen. (tjk)

   

In With Lassy
(2012, Schema Records SCCD 458)

In den guten alten Tagen des Hard Bop und Soul Jazz ging man mit ein paar Kompositionen und Kumpels ins Studio, und ohne viele Proben, manchmal nur mit einem Take und ohne Overdubs etc. klopften die Stars der 50er und 60er Jahre Hunderte grandioser Alben in den Marmor der Jazzgeschichte. Timo Lassy hat für diese Arbeitsweise viel übrig, für die Musik und Saxophonisten wie Hank Mobley und Lou Donaldson ohnehin.

Sehr spontan und direkt klingt diese CD daher, nicht einmal falsche Anfänge wurden geschnitten. Das ist an sich unnötig dreist, bei Studio-Alben ist diese Echtheits-Demonstration unangebracht, zudem ist die Scheibe nicht mal 38 Minuten lang. Die Musik ist freilich trotzdem gut, neben dem Saxophonisten in blendender Laune spielen mit Georgios Kontrafouris (Wurlitzer), Antti Lötjönen (b), Teppo Mäkynen (dr) und Abdissa Assefa (perc) die üblichen kompetenten Verdächtigen. (tjk)

   

Round Two
(2009, Ricky Tick Records RTCD014)

Auf geht's zur zweiten Runde: Timo Lassy macht da weiter, wo er mit seinem Debut aufhörte. Mit kräftigem Ton auf Tenor- und Baritonsaxophon feiert er den Hard Bop und Soul Jazz der 60er Jahre, schon beim ersten Solo im Opener »The More Is Look At You« steht man in einem verrauchten Club in NYC, mit stilsicherer dünnen schwarzen Krawatte, versteht sich.

Selbstverständlich ist sich Timo Lassy aber zu schade, nur die glorreiche Vergangenheit abzufeiern, bei etwas genauerem Hinhören finden sich modernere Grooves wie in »Shifting Winds«. Den Unterschied macht aber zuvorderst José James als Crooner – der wäre auch vor einer Big Band nicht verloren mit Stimme und Charisma. Jukka Eskola (tp), Ari Jokelainen (as) und Mikko Mustonen (tb) sind die Bläser, die Rhythmusgruppe besteht aus Georgios Kontrafouris, Antti Lötjönen und Teppo Mäkynen. Timo Lassy kann zurecht selbstbewusst in die Kamera schauen, auch ohne Krawatte. (tjk)

   

The Soul And Jazz Of Timo Lassy
(2007, Ricky Tick Records RTCD04)

Oh ja, so manch spät geborener Jazzmusiker wünscht sich zurück in die guten wilden alten Zeiten des Hard Bop, des Soul Jazz, als das Blue Note-Label den Sound bestimmte, als die Bands von Art Blakey oder Horace Silver und die Tenorsaxophonisten Hank Mobley und Joe Henderson Seele und Szene beherrschten und Platten (und Covers!) für die Ewigkeit machten.

Timo Lassy kann sich dieser Faszination ebenfalls nicht entziehen, im Gegenteil: Mit Jukka Eskola (tp), Mikko Mustonen (tb), dem Griechen Georgios Kontrafouris (p), Antti Lötjönen (b) und Teppo Mäkynen an Schlagzeug und Produktion frönt er in acht Stücken (alle von ihm und/oderMäkynen) dem Soul Jazz der frühen 60er Jahre. Aber eben weil die Stücke und der Sound trotz kleiner Auffrischungen so ganz wie damals klingen, wirkt die CD mal wie eine Hommage, dann aber wieder wie eine Blaupause – das Cover erinnert auch an Hank Mobleys »SOUL STATION«, nur schwarz-rot statt schwarz-blau. Zudem ist zwischen den hier beteiligten Musikern und den Vorreitern doch manchmal ein gewisser Unterschied auszumachen. Timo Lassy kann Tenor- und Baritonsax spielen, keine Frage, das hat er schon bei den U-Street All Stars bewiesen, und er kann schreiben. Wenn er nun noch mehr Eigenständigkeit bewiese, könnte er ein Großer werden. (tjk)



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