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Alle Rezensionen zu jj
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

N° 2
(2009, Sincerely Yours YOURS01-15)

Dieser leichte Hauch von Lila. Diese weichgezeichneten Gesänge, die zusätzlich durch eine Wolkenladung Hall abgenommen wurden. Diese zurückgenommene Gestus allerschönster Popmusik – jj beherrschen die Lieblichkeit und lassen sich gerne von ihr beherrschen. »NO. 2« ist Sirup für die Ohren – klebrig und zuckersüß. Aber auch so intelligent, wie Indiepop im Jahr 2009 nur klingen kann, der mehr verspricht als den kurzen Reiz und die schnelle Befriedung von Ohrwurmgelüsten.

Die französischen Saint Etienne standen mit ihrem luftigen Dreampop als allererstes Pate, aber auch schwedische Musterschüler wie Jens Lekman mit seinen Bausätzen an unterschiedlichsten Samples, Ahnungen und Erinnerungen tragen dazu bei, dass dieses Werk reichhaltiger ist als es tatsächlich klingt – ein angenehmer Nebeneffekt, den auch die Labelmates Air France bereits schon zu nutzen wussten. Und wer weiß, ob nicht eben diese Air France auch bei diesem Projekt mitwirken? Schließlich gibt es weder Informationen noch Websites, die Aufschlüsse über die Herkunft dieser Truppe liefern. Was bleibt ist ein herrlicher Rausch von einem 26-Minuten-Album. Verwaschen und synthetisch, geloopt und gesampled. Mit Tropicana-Anleihen und hemmungslos-genialen Adaptionen amerikanischer HipHop-BlingBlings, die ihn in die Bahnen kuschelweicher Poesie geführt werden. Und mit »From Africa To Malaga«, »Ecstacy« oder »Things Will Never Be The Same Again« gibt es tatsächlich auch noch lupenreine Hits dazu, die verführerisch leichtgängig sind und dabei doch cleverer als viel vom Rest. (maw)



Siehe auch:
The Tough Alliance
Jens Lekman
Air France

 jj: N° 2

   

N° 3
(2010, Secretly Canadian SC212)

Bedingungslos muss man anerkennen, dass so Songs wie »Let Go« metertief im Kitsch waten. Diese Lieblichkeit erreicht nicht einmal der süffigste Mädchenwein, der am Gaumen pappt wie ein Pfund Esspapier. Selbst die sehnsüchtige Mundharmonika darf bei diesem Titel ran, um diesem Gefühlsdusel noch ein bisschen mehr Unterfütterung zu geben – als ob dieser rührselige Weichmachergesang und das vorsichtige Geklimper nicht genug Süße in den Raum versprühten!

Und doch ist es so, dass man sich dieser Nichtigkeit in Herrlichkeit wohl kaum so recht entziehen kann. Alles ist einwandfrei austariert, luftig, locker, leicht, zudem von der Klangfärbung definitiv pastellener als der perfekteste Sommer seine Wolken in die Luft malen könnte. Im Vergleich zu Vorgänger macht sich jedoch auf »No 3« bei mindestens der Hälfte der Songs eine Ereignislosigkeit breit, die selbst der willkommenste Schmonz nicht wettmachen kann. (maw)



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