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Alle Rezensionen zu Helèn Eriksen
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

City Dust
(2000, Curling Legs/EMI CLCD 53)

Dämmerstunde in der Großstadt. Ruhiger, melancholischer Jazz trifft auf seinem Steifzug eine rumpelnde Klangmaschine, an der die Elektronik wie kleine Lichter aufblitzt. Helèn Eriksons swingendes Saxophon und ein flinkes Klavier verbreiten Club-Atmosphäre, während Schlagzeug und Bass den Fuß besonders bei »Music to watch girls by« magisch zum Wippen bringen. Dazu schwebt ihre verträumte Stimme sanft aus den Boxen und erinnert ein wenig an die Cardigans-Sängerin Nina Persson.

Damit dies alles nicht zu süß und glatt wird, wird die fließende Geschmeidigkeit immer wieder mit verschlungenen Melodien unterlegt oder von ratternd-knarzenden Intros, Sprachfetzen und drängenden Rhythmen hochgebürstet. »CITY DUST« ist übrigens schon das dritte Album der Songwriterin, die hier auch Flöte, Klarinette, Sinus (?) und Passenger (?) spielt. (pvs)



Siehe auch:
The Cardigans

Helèn Eriksen: City Dust

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/heleneriksen

   

Standards
(1997, Blue Note/EMI 724385332524)

Mit Standards, also sattsam abgefeierten Jazz-Gassenhauern, hat Helén Eriksens CD nun aber auch gar nichts zu tun – die norwegische Sängerin geht konsequent einen eigenen Weg. Dieser hat eine lässig-laszive TripHop-Basis: Wie in einer Allee stehen links und rechts Saxofone (die sie auch selbst spielt), und der Himmel ist leicht neblig-verhangen, aber nicht dauerverregnet.

24 Jahre alt war die aus Bergen stammende Helén Eriksen bei diesen Aufnahmen, ihr musikalisches Konzept ist allerdings erstaunlich ausgereift. Sie verknüpft schlüssig Jazz mit HipHop, auch ihre Stimme passt wie die Faust aufs Auge. »Holy Greed« und »City« ragen etwas heraus, ebenso der (doch!) einzige Standard »What Is This Thing Called Love« von Cole Porter. Und das herrlich leichte »Low Rain In Pain« sowie »Shake My Hand« grooven super. Vielleicht könnte man Helen Eriksen noch mit einer Stina Nordenstam vergleichen, so diese sich in einen Jazzclub verirrt hätte und zwei Wochen lang nicht mehr heraus fände. Schade nur, dass Helén Eriksen nach diesem Debut auf einem richtig großen Label dann doch der richtig große Durchbruch versagt blieb. Aber das kann ja noch werden; zu wünschen wäre es ihr! (tjk)



Siehe auch:
Stina Nordenstam



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