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Alle Rezensionen zu Origami Arktika
(Genre »Avantgarde«, Land »Norwegen«)

 

Trollebotn
(2007, Silber Records SILB62)

Wenn man das siebte Album von Origami Arktika anhört, könnte der Titel nicht besser gewählt sein: »TROLLEBOTN« ist ein mythischer Ort – und genauso klingen die acht Stücke. Der Opener »Anne Sit Heime« dauert stolze 9 Minuten und 35 Sekunden. Die ersten Minuten sind schon vorbei und es passiert immer noch »nichts«, leise plätschern Töne, alle paar Takte ergänzt durch norwegischen, fast mystischen Gesang. Eine fast mönchsartige Weise stimmt den Nachfolger »Fjellmannjenta« an, häufig halten sich die Instrumentalisten sehr zurück, wie in »Guro Heddelid«, das zunächst nur aus Rune Flatens Stimme und leisem Wasserplätschern besteht, später gesellt sich minimalistische Perkussion dazu.

Sehr dezent, sehr zurückhaltend, sehr spartanisch und sehr lang sind die Lieder (es gibt nur ein knapp dreiminütiges Stück, sonst bleibt keines unter fünf). Und spätestens beim sechsten Stück wird es so langsam eintönig, trotz der faszinierenden Aufnahmesituation des 49-Minüters: Größtenteils im Freien auf einer Insel namens Vesleøy im Seljord-See aufgenommen, versuchten die arktischen Papierfalter die Klänge des Wassers und der Natur einzufangen. Fazit: Wer der Scheibe viele Durchgänge gönnt, wird bei jedem mit der Entdeckung neuer Details belohnt, wer auf Spannungsbögen und »offensichtlichere« Abwechslung steht, für den eignet sich das Ambient-Folk-Werk nur bedingt. (nat)

 Origami Arktika: Trollebotn



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