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Alle Rezensionen zu Yagya
(Genre »Beats«, Land »Island«)

 

Rigning
(2009, Shipwreckords SO 011)

Der Regen rauscht endlos, einlullend, an Scheiben niederpladdernd, auf Straßen prasselnd, auf Blechdächer trommelnd. Auf die Idee, vertraute Naturgeräusche mit gefühligen Beats zu unterlegen und ein gesamtes Dub-Techno Album über die unendlich vielen Varianten von Niederschlägen aufzunehmen kann wohl nur ein Isländer kommen. Auf Aðalsteinn Guðmundssons drittem Album »RIGNING« (Regen, was sonst?) steigt aus der nicht enden wollenden Nässe eine erstaunliche, geradezu zärtliche Wärme auf. Und aufgepasst: Mit Esoterik-Naturkitsch hat diese Veröffentlichung so garnichts zu tun. Dafür umso mehr mit feinem Nachsinnen über veränderliche Zustände.

Guðmundssons rein instrumentales, ambientaffines Regenuniversum ist von leichtfüßiger Eleganz und entspannt-intelligenter Chilligkeit. Kommt so folgerichtig daher wie ein Wolkenbruch, nachdem sich am Horizont dräuenden Gewitterwolken aufgebaut haben. Verführt zum Träumen und Himmelgucken. Zum Sich-Verlieren und zum Stillstand-Kommen. Der Musiker entwirft eine hochkünstliche, niemals naiv rurale Welt, die als Soundtrack zu den pastoraleren Momenten von »The Crow« passen könnte. Streut lässig Zitate aus der reichen Pop-Requisitenkammer ein: Es dauert länger, bis sich der Refrain von Bette Middlers »The Rose« im Schlusssong »Rigning Tíu« als solcher identifizieren lässt. »Oh!« denkt man und wünscht, dass dieser Regen niemals enden möge. Und ist seltsam beruhigt. (emv)

 Yagya: Rigning

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/steiniplastik



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