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Alle Rezensionen zu Come Shine
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Red and Gold
(2015, Jazzland/Edel 377 8980)

Auf den Coverfotos letzten beiden CDs präsentierten sich Come Shine noch über Sängerin Live Maria Roggen, als wären die drei Jungs nur die Backing-Band. Seit 2004 pausierte die Jazzgruppe, 2011 kamen sie für einen Auftritt mit dem norwegischen Radioorchester wieder zusammen, und nach weiteren Konzerten spielten sie im August 2013 ihr erstes Album seit 2003 ein. Überraschend ist nur, dass die CD erst mehr als zwei Jahre später erscheint, diesmal nicht mehr bei Curling Legs, sondern bei Jazzland, was doch eigentlich für eine größere internationale Aufmerksamkeit sorgen müsste.

Merklich gereift sind die vier über die Jahre – womit vor allem die musikalische Reife gemeint ist. In vielen, teils extrem unterschiedlichen Ensembles konnte man Erlend Skomsvoll, Sondre Meisfjord und Håkon M. Johansen seither erleben, Live Maria als Solokünstlerin mit verschiedenen Bands. Für »Red and Gold« trafen Come Shine eine reine Herzensauswahl aus diversen Fremdkompositionen, von Klassikern wie »Autumn Leaves« (im altmodischen Theaterstil) über Ellingtons »In a Sentimental Mood« mit feiner Rhythmik, Bernsteins frisch gemachtes »Somewhere« und Miles Davis' »Blue in Green« in der kraftvollen Version mit Cassandra Wilsons Text, bis hin zu einer überraschend heiteren Aufnahme von Johnny Cashs »The Man Comes Around«, von seinem letzten (zu Lebzeiten veröffentlichen gleichnamigen) Album. Was gibt es da noch zu kommentieren? Die Auswahl der Stücke ist 1A, die Band ist spitze, da sie mit Freude und Feuer spielt – eine Jazzscheibe, die mehr Pop ist als diese, werden Sie in diesem Jahr nicht mehr finden. (ijb)



Siehe auch:
Erlend Skomsvoll, Øystein Baadsvik & The Trondheim Soloists
Sondre Meisfjord / Gjermund Larsen Trio
Håvard Stubø, Daniel Franck & Håkon Mjåset Johansen
IPA

 Come Shine: Red and Gold

Offizielle Website

Offizielle Website      www.comeshine.com

   

Do do that voodoo
(2003, Curling Legs/Sunny Moon CLPCD 75)

Auch wenn es an guten bis sehr guten Jazzsängerin derzeit nicht mangelt, so sei einem jeden die mittlerweile auch solo aktive Live Maria Roggen ans Herz gelegt. Sie ringt mit ihrer Stimme nicht nur behände zwischen stringent bearbeiteten Standards immer wieder aufs Neue um das Gleichgewicht, sondern präsentiert sich auch umgeben von exzellenten Musikern wie dem Pianisten Erlend Skomsvoll, dem Drummer Mjaset Johansen und dem Bassspieler Sondre Meisfjord.

Gemeinsam dienen sie entschlossen der Swing-Schule. Mag sein, dass ihre Einfärbung eines Songs wie »You'll Have To Swing It - Mr. Paganini« zu artig oder gar zu niedlich daherkommt, doch wird man bald durch ihre Adaption eines Cole Porter-Titels wieder entschädigt. Und ein Lied wie »Somewhere Over The Rainbow« - bei dem man sich sicher war, es nie wieder hören zu wollen - kann man unter Roggens stimmlicher Regie wieder neu genießen. (frk)



Siehe auch:
Live Maria



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