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Alle Rezensionen zu Valkyrien Allstars
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Farvel Slekt Og Venner
(2014, Heilo/Grappa HCD 7275)

Ein Wunder ist geschehen: Die Valkyrien Allstars haben sich von ihrem Vorwärts-Traditionserweiterungsstil mit gefühlt 300 Hardanger-Fiedeln verabschiedet und machen nun – ja was denn? Folk Pop im besten Sinne des Wortes. Sie schreiben Songs, klingen eher wie eine norwegische Enklave in ländlichen US-Gebieten.

Den Bandsound bestimmen nun Gitarre, Mandoline, Kontrabass und unaufdringliche Drums, sogar Bugge Wesseltoft schaut als Tasten-Gast vorbei. Natürlich kommen sie nicht ohne Harding Fele aus, aber es sind nur noch zwei, und die nicht ständig und selten gleichzeitig. Dafür singt Tuva Livsdatter Syvertsen richtig gut, auch der Satzgesang ist fein – oder sind das im wunderschönen »Kom Hjem« nicht doch Crosby, Nash und Emmylou Harris? Ziemlich entspannt also die Allstars – das tut ihnen wirklich gut. Dem Hörer auch. (tjk)



Siehe auch:
Bugge Wesseltoft
Jazz at Berlin Philharmonic: Celtic Roots
Ugagn

 Valkyrien Allstars: Farvel Slekt Og Venner

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.valkyrienallstars.com

   

Ingen Hverdag
(2011, Heilo/Galileo HCD 12661)

Verglichen mit dem Vorgänger »TO MANER« gehen die Valkyrien Allstars einerseits etwas behutsamer zu Werke, will sagen: nicht mehr auf Teufel komm raus hochgeschwindigkeits-trunkene Violinen-Orgien. Zum anderen lassen sie ihre Folk-Wurzeln weit hinter sich.

Außer Bass und Drums gibt es zwar nach wie vor fast nur Violinen und Hardanger Fideln, die klingen aber konventioneller als bisher. Der Gesang von Tuva Livsdatter Syvertsen bestimmt nun deutlich den Sound. Vor allem aber gehen VA einen gewaltigen Schritt Richtung Pop und Rock. Das macht »INGEN HVERDAG« wesentlich leichter konsumierbar und auch genießbar, der Preis ist natürlich die stilistische Einzigartigkeit. Aber was hilft die, wenn’s zu sehr nervt? (tjk)

   

To Måner
(2010, Heilo/Galileo HCD7240)

Wie von der Tarantel gestochen gehen die Valkyrien Allstars gleich zu Beginn in »Ko Ska Eg Gjera« ab, und das Energielevel hält sich auch durch die ganze CD. Die kraftvolle Stimme von Tuva Livsdatter Syvertsen steht im Zentrum , dazu sind Ola Hilmen und Erik Sollid die treibenden Kräfte der Valkyrien Allstars; beide spielen Hardanger Fiedel und singen. Die Energie und der Drive kommen von Magnus Larsen am Bass und Drummer Martin Langlie.

Aus dieser Besetzung kann man die Stilistik bereits ablesen: zum Großteil eigene Stücke auf traditioneller norwegischer Folklore basierend, mit Rockeinflüssen und auch leicht experimentellen Anklängen. Das geht schon seit 2002 meistens nach vorne und manchmal auf die Nerven, aber die Valkyrien Allstars wollen gar nicht immer sauber und schön spielen, sondern dem Hörer auch mal in den Hintern treten, wie das Presseinfo verrät. Die langsameren Stücke sind gefälliger, »Drømte Vi Om Mer« etwa, auch »Sommernattsdrøm« groovt schön und hat feinen mehrstimmigen Gesang, der Text ist von Shakespeares gleichnamiger Komödie. Ansonsten Valkyrien three stars. (tjk)

   

Valkyrien Allstars
(2009, Heilo/Galileo HCD7220)

Natürlich gehört Mut dazu, ein Trio mit drei Hardanger-Geigen zu formen. Und natürlich ist eine so radikale Traditionspflege wohl nur in Norwegen möglich. Das klingt stellenweise dann auch tatsächlich so nervenzerrend wie vermutet, so etwa im ausgelassenen Tanz »Trumpen Hass Trond«, wo die Geigen schmirgeln und schleifen wie rechtschaffene Bergbauern.

Doch Tuva Livsdatter Syvertsen und ihre zwei Begleiter Ola Hilmen sowie Erik Sollid können auch anders. Nämlich den Hörer mit einer der feinsinnigen Ballade »Reven« umgarnen oder ihn mit dem schmissigen »Å Gjev Du Batt Meg« auf die Tanzfläche schleifen. Besonders Tuvas kraftvolle, mit Kieksern versetzte Stimme, aber auch die bei den schnellen Nummern herbei eilenden Drums und Bass bieten hilfreiche Haltepunkte im ansonsten gnadenlosen Geigen-Geschehen. Auch diese Truppe transformiert also mutig alte Folk-Traditionen mit den Klangfarben von Punk und Country. (peb)



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