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Alle Rezensionen zu Hardcore Superstar
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Hardcore Superstar
(2006, Gain Recordings GPCD27)

Wäre da nicht Joakim »Jocke« Bergs kreischendes Krächzen, wären Hardcore Superstar zunächst nur eine von vielen (schwedischen) Sleaze-Rockcombos. Die Stimme – im Opener »Kick On The Upperclass« kurz vor Schluss übrigens mal in natura zu hören – drückt dem Bandsound definitiv einen unverkennbaren Stempel auf. Der Fünftling ist allerdings die bis dato stärkste Scheibe des Quartetts und ragt damit ohnehin aus den Veröffentlichungen der Genrekollegen heraus.

»HARDCORE SUPERSTAR« rockt ohne Ende. Die 12 Songs trumpfen auf mit sattem Groove, starken Melodien, eingängigen Chören und dennoch hat jeder seinen eigenen Charakter. Bassbetont fett groovt »She's Offbeat«, dagegen begeistert »We Don't Celebrate Sundays« mit einem geilen Chor. Dreckig und laut stampft »Wild Boys« aus den Boxen. Überhaupt strotzt der 49-Minüter vor Ohrwürmern. Zu mäkeln gibt es nichts – wen(n) der Gesang nicht stört. Jocke, Gitarrist Vic Zino, Basser Martin Sandvick und Schlagzeuger Magnus »Adde« Andreasson präsentieren sich auf der Killerscheibe als perfektes eingespieltes Team. Schmutzig, rotzig, rau. Wir wollen mehr davon! (nat)

 Hardcore Superstar: Hardcore Superstar

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.hardcoresuperstar.com/

   

HCSS
(2015, Gain Music -)

Unverkennbar Jockes Organ, das im Opener »Don’t Mean Shit« krähend-krächzend aus den Boxen erschallt, dazu treibende Gitarren und stampfenden Rhythmen – jep, die Hardcore Superstars sind zurück. Und um sich selbst zu huldigen (und »HARDCORE SUPERSTAR« bereits erschienen ist) nennen sie ihre neustes dreiviertelstündiges Album schlicht »HCSS«.

Wow, ich bekomme schon vom bloßen Hinhören Halsschmerzen, wenn Joakim Berg die ersten Töne von »Party 'Til I'm Gone« anstimmt. Fast schunkel- und tanztauglich biegt dagegen »The Cemetary« um die Ecke. Wenngleich die Instrumentalisten professionell agieren, und der Fronter einen nicht zu leugnenden Wiedererkennungswert hat, haut mich auf der Scheibe nichts richtig um – »Fly« hätte’s gar nicht gebraucht – doch zaubert das Quartett mit »Ocean« und dem experimentellen »Touch The Sky« noch ein paar Hinhörer aus dem Hut. Insgesamt können die Schweden mit dem 2015-er Retro-Werk, das den als Rückkehr zu ihren Wurzeln Mitte-Neunziger dienen soll, ihr bisheriges Schaffen nicht überbieten. (nat)

   

C'Mon Take On Me
(2013, Nuclear Blast NB 3036)

»Welcome To The Rock’n’Roll Circus« … zumindest klingt so das Intro von Hardcore Superstars »C’MON TAKE ON ME«. Danach folgt sofort der Titelsong – leider: Er ist einer der schwächsten auf dem 46-Minüter. Kein Groove, kein Headbanger, kein Mitgröler. Ein ganz anderes Kaliber dagegen das anschließende »One More Minute«, mit einer packenden Einleitung aus Gesang und Schlagzeug, gefolgt von fetten Riffs, ordentlich Groove, schönen Melodien und coolem Refrain.

Die weiteren neun Stücke bewegen sich qualitativ dazwischen, und leiden an starker songwriterischer Ähnlichkeit. Einzig »Stranger Of Mine« fällt aus dem Raster, eine akustische, leicht bluesige Ballade. Insgesamt liefert der Sleaze Rock-Thrash-Vierer eine anständige Partyscheibe ab – aber SPLIT YOUR LIP« und »HARDCORE SUPERSTAR« waren deutlich besser. (nat)

   

Split Your Lip
(2010, Nuclear Blast NB 2671-2)

Mitä? Ist das Finnisch? Hab ich die falsche CD im Player? Nein, der zweite Song »Guestlist« der Schweden Hardcore Superstar beginnt tatsächlich mit einer herzhaften finnischen Stimme. Abgesehen davon ist auf »SPLIT YOUR LIP« alles beim Alten: Das Quartett um Jocke Berg bleibt auch 2010 der Genre-König, stampfend, groovend, krächzend, dreckig, laut. Die elf Songs bieten alles was das Sleaze-Rockerherz begehrt: Fette Mitgrölhymnen wie »Last Call For Alcohol«, Balladen in denen Jocke stark an Axl Rose in »Patience« erinnert (»Here Comes The Sick Bitch«), Headbanger im Mötley Crüe-Stil wie der Opener »Sadistic Girls«.

PS: Die Geschichte zum Cover laut Schlagzeuger Adde: »Die ursprüngliche Idee war, eine sexy Frau auf dem Cover zu haben, die einem Mann den Rücken zerkratzt, aber als wir dann eine Dinner-/Sauna-/Trink-Session hatten und dabei das neue Album hörten, ging es in eine andere Richtung. Wir saßen alle in der Sauna und drehten die neuen Songs auf. Unser lieber Freund Biffen (…) machte das universelle Zeichen fürs Muschi lecken und unser Plattenfirmen-Chef Markus Tagaris von Gain Records Schweden führte die Idee direkt weiter.« Mahlzeit. (nat)

   

Thank You (For Letting Us Be Ourselves)
(2001, Music For Nations 88697066192)

Die Punk-Anteile sind auf dem dritten Album »THANK YOU (FOR LETTING US BE OURSELVES)« nahezu verschwunden. Dafür senden die Rolling Stones einen fetten Gruß im Riff des Openers »That’s My Life«. Auf dem 51-Minüter kombinieren die Schweden Retro und Sleaze Rock – und driften manchmal zu sehr in Richtung Ami-Poser-(Hard)Rock ab, wie in »Just Another Score«.

Besser klingen dagegen das leicht soulige »Smoke ´Em« oder das raue »Do Me That Favour«, schlimm ist das süßliche, poppige »Summer Season´s Gone«. Guter Gesang, durchwachsenes Songwriting, kurze Halbwertszeit der 13 Stücke und die Produktion dürfte insgesamt etwas druckvoller sein. »BAD SNEAKERS AND A PIÑA COLADA« war besser – das selbstbetitelte 2006-er Werk viel besser. (nat)

   

Bad Sneakers And A Piña Colada
(2000, Music For Nations/Zomba CDMFN256)

Zum Glück spielen die 1997 gegründeten Hardcore Superstar keinen Hardcore, sondern punkig angehauchten (Sleaze)Rock. »BAD SNEAKERS AND A PIÑA COLADA« gilt international als das Debüt der Schweden, doch tatsächlich ist es der Nachfolger des nur in ihrer Heimat erschienen Albums »IT'S ONLY ROCK'N'ROLL«. Das Quartett präsentiert seine tätowierten Körper und legt los: Der Rock'n'Roller »Hello / Goodbye« startet die knapp 45 Minuten.

Das Schlagzeug scheppert, die Gitarren schrammeln, Jockes Stimme kippt von (Glam)Rock zu Krächzen. Doch die Nordmänner können nicht nur das Gaspedal durchtreten à la »Punk Rock Song«, gerade bei langsameren Stücken zeigen sie ein gutes Händchen für Melodien, wie in »Liberation« oder »Someone Special«. Die 13 Songs sind melodisch, unkompliziert und überwiegend sehr partytauglich, garniert mit einem guten Schuss Kick-Ass-Attitüde. Das einzige Problem: Kaum einer davon verdient das Prädikat »zeitlos«. (nat)



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