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Alle Rezensionen zu Whyte Seeds
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Bold As Love
(2006, Stockholm 987628-8)

Das Video zur ersten Single »Bold As Love« verstört. Wirft es doch all die Erwartungen an die schweißnassen Retro-Rocker binnen Sekunden über den Haufen. Eine watteweiche Ballade, die in Disharmonien schwelgt, welche dann doch wieder schlagermäßig aufgelöst werden. Verliebte Menschen in einer dunklen Kaschemme, und Sänger Alex besingt sich selbst theatralisch im Spiegel. Wo bleibt der Break? Wann kommt der Rock? Was soll der schunkelig-eklige Bossa-Rhythmus? Sind die jetzt Boyband, oder was?

Man würde nur zu gerne Entwarnung funken, wie nach einem Albtraum, wo man feststellt, dass das Monster einen dann doch nicht ganz gefressen hat. Aber es geht nicht. Dafür hat das Monster die Fünf der Whyte Seeds anscheinend im Würgegriff und dreht ihnen genüsslich die Luft ab. Das schauderhafte Coverbild mit den vielen lustigen Luftballons mag Warnung genug sein, aber die Folterknechte langen erst im Player so richtig zu – nur nicht vom euphorischen Auftakter irritieren lassen. Supertramp trifft da auf Liam Gallagher und wird von hinterlistigen Radiopop-Produzenten noch einmal ratzekahlgeschoren. Pfui. Und den Mellotron-Happy-Welt-Popper »Back In Town« möchte selbst Chris De Burgh nicht in der Weihnachtszeit geschenkt bekommen. Wer das Debüt der Göteborger mochte, muss jetzt ganz tapfer sein. Denn diese CD kann man nur noch zerschreddern und zu Pflanzenkübeln recyceln. Die armen Blumen. (maw)


Zum Artikel über Whyte Seeds

 Whyte Seeds: Bold As Love

   

Memories Of Enemies
(2003, Stockholm/Motor Music 038305-2)

Schwedens nächstes großes Ding sollten sie nach gerade mal einer Single sein, und wahrlich, die Huldigung kommt nicht von ungefähr. Beeinflusst von den Rockgrößen der Sechziger und Siebziger fetzt der Soulrockers Garagenbeat durch ein Album voll catchy Hooklines, cheesy
Refrains oder verzackt-verzahntem Gitarren- und Bass-Spiel.

Die Songs beeinflussen sich in alter Tradition gegenseitig. Mit der Ausnahme des Titelstücks, das als einzige (wirklich alte) Lo-Fi-Aufnahme den restlichen Stücken als Kontrapunkt entgegentritt. Alltagsgeschichten und Tagträumerein schlängeln sich entlang rockposierender Gitarrensoli, rasselnde Snare – alles stylisch schön auf Retro getrimmt. Dabei in jeder Minute wild, jung und derartig energiegeladen, dass es schon fast weh tut. (lic)



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