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Alle Rezensionen zu Kaada
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Thank You For Giving Me Your Valuable Time
(2003, Ipecac/EfA CD-24437)

Als John Erik Kaada 1987 seinen ersten Synthesizer bekam, war seine Kreativität nicht mehr zu stoppen. Einige mehr oder weniger fruchtbare Projekte später veröffentlichte er in der Zeit von 1995 bis 2001 mit der Band Cloroform vier experimentelle Alben zwischen Improvisation und kühnem Freejazz. Gleichzeitig schrieb Kaada Musik für diverse norwegische (Kurz-)Filme.

Im 2001 veröffentlichten und jetzt neu aufgelegten »THANK YOU FOR GIVING ME YOUR VALUABLE TIME« vermengen sich Instrumental- und Gesangssamples aus den 30ern bis 80ern zu bizarren Songkollagen, die den oft heiteren Charakter der Originale seltsam entstellen. Der Produktion haftet eine passende Lo-Fi Attitüde an, ein Gegensatz zu den Hochglanz-Sample-Orgien von Fat Boy Slim etc. Trotz oder gerade wegen der freakigen Rezeptur sind einige der Songs durchaus partytauglich, wie zum Beispiel »Mainframe«, »Care« oder »Burdon«. (chd)



Siehe auch:
Kaada Patton
Hanne Hukkelberg
Cloroform

 Kaada: Thank You For Giving Me Your Valuable Time

Offizielle Website

Offizielle Website      http://kaada.me/

   

O' Horten
(2008, KaadaMusicWorks KAAA015)

Bereits zahlreiche norwegische Independentfilme hat John Erik Kaada mit einem Soundtrack versorgt. Für Bent Hamers liebevoll-skurile Altherren-Odyssee »O'HORTEN« hat er wieder ganz tief in der Kiste für absurde Klangkonstrukte gegriffen, denn die Filmmusiken des vielseitigen Kaada haben mit einem John Williams-Einheitsbrei wenig zu tun. Ennio Moricone, Danny Elfmann und auch ein wenig Sigur Ros mag man heraushören.

Es klimpert hier und fiedelt da. Das alles mit einer ungeheueren Verpieltheit und Detailverliebtheit, dass man selbst nach wiederholtem Hören noch etwas Neues entdeckt.
Besonders schön: »Hardangervidda«. Im Film unterlegt dieses erhabene Werk die Szene, in der Zugführer Horten über die namensgebende Hochebene und durch endloses Weiß mit seinem Zug gleitet. (jew)

   

Music For Moviebikers
(2006, Ipecac IPC97)

Dass Herr Kaada gern mal skurrile Filme mit einem Soundtrack versorgt, hat sich ja nun schon herumgesprochen. Doch hinter der CD mit dem unglaublich schönen Cover, auf dem er einen Schwan in den Armen hält, steht kein Film. Ein Soundtrack ist es aber trotzdem, für das Kopfkino.

Seine holperig-schwelgerischen Kompositionen erwecken Bilder von blutigem Schnee und einsamen Landschaften. Düster und auch melancholisch erklingen Cellos und Geigen. Hardanger-Fiedel, singende Säge und Sitar setzen Akzente, und Øyvind Storesund von Kaizers Orchestra darf mal pfeifen. Bei »Mainstreaming« mit einem Text aus dem 9. Jahrhundert wird sogar ein wenig gesungen. John Erik Kaada ist – mit oder ohne Film im Rücken – wahrlich der John Williams des hohen Nordens. (jew)



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