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Alle Rezensionen zu The Graviators
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

The Graviators
(2009, Transubstans TRANS 052)

Die Mär, dass Frauen ständig allzu ausschweifend von Dingen erzählen, die sich vor dreißig Jahren in ihrer Jugend abgespielt haben, muss ein Kerl in die Welt gesetzt haben. Die Wahrheit ist nämlich die: Männer sind endlose Ablaberer, wenn es um ihre Positionierung zu prägenden Erfahrungen ihrer pubertären Selbstfindungsphase geht. Diese Einsicht lässt sich ohne Abstriche auf die Musik übertragen. Angeblich in einem Wald außerhalb Karlshamns gegründet (gibt's da Wälder?), bemüht sich das Quartett The Graviators auf seinem selbst betitelten Debütalbum um eine Wiederbelebung des 70er-Finster-Mystik-Hardrocks in der Tradition von Black Sabbath. Eine Idee mit der Originalitäts-Halbwertszeit einer Seifenblase.

Die vier gestandenen Recken bauen die neun Songs stets nach dem gleichen Schema auf: Gitarrenwälle, gequälte Dunkel-Vocals, gebrüllter Refrain, Gitarrensolo. Zehn Songs lang geht das so. Abweichungen von der Norm werden mit Auspeitschen bestraft. Abwechslung erscheint hier nur in Form von leichtem Liebäugeln mit ausufernden Krautrock-Einflüssen (wir sind hier schließlich beim Prog-Label Transubstans!) und heidnisch-okkulten textlichen Schwurbeleien, bei denen Hexen ihr Unwesen treiben und schwarze Messen gefeiert werden. Gähn. Die Ehefrauen dieser Schwarzpriester sollten bald zum Nudelholz greifen, um dieses rückwärtsgerichtete Ausufern einzudämmen. Oder einfach erschöpft auf dem Sofa einschlafen. (emv)

The Graviators: The Graviators

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/graviators



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