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Alle Rezensionen zu Heartbreak Stereo
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Carried Through This Waltz
(2010, Rookie Records/Cargo RR083)

Postpubertäre Energieabfuhr wird nie aus der Mode kommen, so lange wütende junge Männer die arrivierten Klein- und Mittelstädte dieser Welt bevölkern. Heartbreak Stereo geben auf ihrem Zweitling »CARRIED THROUGH THIS WALTZ« mit Verve die alerten, struppigen Straßenköter, die mit ihren heruntergelatschten Turnschuhen flink noch jedem Verfolger entkommen, weil sie die besten Schleichwege über die Hinterhöfe kennen. Rotzfrech grinsender Punkrock mit Two-Tone-Anspielungen und hohem Adrenalinfaktor. Schwitzen ist cool, Baby!

Das Trio aus Turku würde noch nicht mal verächtlich in den Rinnstein spucken, wenn verklemmte Oberschlaumeier sagen, dass sich die Innovationen im Punkrock seit 30 in Grenzen halten und die Nachkömmlinge das Grundrezept stets brav nachkochen. Nichts verstanden, diese Kleingeister! Es geht um Spaß, es geht um Rebellion, es geht ums unbekümmerte Stinkefingerzeigen. 13 Songs in 33 Minuten, atemlose Lebendigkeit, hektisches Gefühlschaos, präzise Wut. Auf den Punkt genau gegart! Das soll uns mal einer genauso nachmachen, echt aber! (emv)

 Heartbreak Stereo: Carried Through This Waltz

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/heartbreakstereo

   

Double EP
(2012, Mitstrick Records/Flight 13)

Dass sie im Grunde ihres Herzens Traditionalisten sind, werden die drei Energiebündel von Heartbreak Stereo wohl nicht so gerne hören. Aber es ist nun mal so, dass sich der gute alte, atemlose Punkrock nicht durch sein Potenzial für revolutionäre Veränderungen der Grundstrukturen auszeichnet. Und wennschon! Einen intellektuellen Überbau wollen die Finnen ohnehin nicht errichten, was man am betont funktionalen Titel des neuen Albums ablesen kann. Ja, es handelt sich hier um eine Vier-Song-EP aus dem Jahr 2011, die in ein Splitprojekt einfließen sollte, das nie erschien. So geht das eben manchmal. Drei neue Songs waren sowieso vorhanden. Also in die Welt damit!

Die Mannen aus Turku kommen ohne Vorspiel sofort zur Sache, mit fröhlichen, hyperaktiven und bissigen Stücken. Gitarre, Bass, Schlagzeug, und im Turbotempo nach vorne galoppiert. Wobei die Jungs durchaus ein Händchen für hymnischen Schöngesang haben, den sie allerdings geschickt unter einer dicken Schicht Schweiß und Bier verstecken. Die kunstvollen Schnörkel überlassen sie anderen, ihnen geht es in Songs wie »Away We Are Going« um durchaus ironische Frustabfuhr, lustvolle Aggressionen und maximale Selbstbespassung. Man möchte sich mit ihnen in die brodelnde Menge werfen und abtanzen. (emv)



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