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Alle Rezensionen zu Imperial State Electric
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Reptile Brain Music
(2013, Psychout Records/Soulfood -)

An die niederen Instinkte appellieren Imperial State Electric mit ihrem Album »REPTILE BRAIN MUSIC«: Das Reptiliengehirn alias Stammhirn ist evolutionsgeschichtlich der älteste Hirnteil. Er regelt die primären Lebensfunktionen wie Atmung, Herzschlag und Nahrungsaufnahme, steuert die ältesten Mechanismen wie Überlebenssicherung, Angriff- und Selbstverteidigung. … mal sehen bzw. hören welchen Reflex der Drittling des schwedischen Quartetts Andersson, Egge, De Borst, Eriksson auslöst.

Der 34-Minüter der Truppe um Nicke Andersson (The Hellacopters, The Solution, Entombed) startet in bester Hellacopters-Manier: Stampfend, groovend, mitsingtauglich. Auf mehrere Midtempo-Nummern folgt das antreibende Titelstück »Reptile Brain«, in dem Basser Dolf De Borst (The Datsuns) den Leadgesang übernimmt. Der Anspieltipp des Albums ist allerdings nicht dieses, sondern »Born Again«, mit lässigen Melodien und satten Rhythmen. Und warum der Album-Name? De Borst: »We want people to bypass some of their pseudo intellectual abilities when it comes to music and art«. Also nicht denken, sondern genießen: Ein dreckiges Dutzend guter Laune-Lieder zwischen Rock und Roll, mit einigen balladesken Momenten. (nat)



Siehe auch:
The Hellacopters
The Solution
Entombed

 Imperial State Electric: Reptile Brain Music

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.imperialstateelectric.se/

   

All Through The Night
(2016, Psychout Records/Sound Pollution -)

Fleißig, fleißig, Herr Andersson. Schon ein Jahr nach »HONK MACHINE« legen Imperial State Eletric mit ihrem Fünftling nach. »ALL THROUGH THE NIGHT« ist ein ordentliches, eingängiges und abwechslungsreiches Rockalbum geworden, nach bewährtem Bandrezept: einfache Zutaten so geschickt kombinieren, dass ein schmackhaftes Ergebnis auf dem Plattenteller landet.

Das Quartett verquirlt hier viel klassischen Rock wie im Opener »Empire Of Fire«oder »Remove Your Doubt« mit ordentlich Arschwackel-Rock’n‘Roll (»Get Off The Boo Hoo Train«). Das ganze garnieren die Schweden mit ein paar Streichern im Titelstück, etwas Country (»Break It Down«, ein Duett mit der Sängerin Linn Segolson) und einer erneuten Beatles-Prise (»No Sleeping«). (nat)

   

Honk Machine
(2015, Psychout Records PSYCH021CD)

Schade, dass sie nur 33 Minuten währt, die »HONK MACHINE«. Bandkopf Nicke Andersson beweist auf dem vierten Imperial State Electric-Werk ein Händchen für eingängige Stücke. Wenngleich Nicke, Dolf De Borst, Tobias Egge und Tomas Eriksson stärker als zuvor gen Mainstreamtauglichkeit schielen, bewegen sie sich (noch) fernab jeglicher Anbiederei.

Stattdessen zelebrieren sie elf schnörkellose Rocker im Geist der 1960er- und 1970er-Jahre mit einer angenehmen Dosis Soul, von puristisch (wie der Opener »Let Me Throw My Life Away«) über die Beatles-Anleihe »Maybe You’re Right« bis zum lässig dahin gerotzten Kracher »Guard Down«. Wer noch kein Fan der schwedischen Kapelle ist, könnte es mit diesem Album werden. (nat)

   

Pop War
(2012, Psychout Records PSYCH014CD)

Die Plattenfirma scheint Großes von Imperial State Electric zu erwarten: Es gibt kein Download-Promo, sondern nur einen Stream. Dann streamen wir mal. ISE sind die einzige Band, die es schafft einen Opener mit nur zwei verschiedenen Buchstaben zu schreiben. Zudem ist »Uh Huh« fast so kurz wie sein Name, gerade mal 108 Sekunden.

Nach dem eingängigen, groovenden Singalong-Stück werden die Schweden deutlich langsamer; überhaupt ist »POP WAR« insgesamt eher ein zahmer Rocker, mehr Pop als Rock. Häufig schlagen Nicke Andersson und seine drei Mitstreiter Tobias Egge (Gitarre), Dolf De Borst (Bass), Tomas Eriksson (Schlagzeug) Haken in Richtung Blues. Ein gutes Album, aber bis auf die letzten Songs definitiv weniger für wilde Parties geeignet als der selbstbetitelte Vorgänger. (nat)

   

In Concert!
(EP, 2011, Psychout Records/Sound Pollution PSYCH011CD)

Wieso nennt sich das neue Album von Imperial State Electric »IN CONCERT!«? Es ist kein Live-Album, stattdessen sind es Studioaufnahmen von Songs, die Sänger Nicke Andersson, Gitarrist Tobias Egge, Basser Dolf De Borst und Schlagzeuger Tomas Eriksson auf ihrer Europatour im Programm hatte.

Die Schweden würdigen mit diesen Stücken ihre (Rock'n'roll)-Einflüsse, spielen Werk von Chuck Berry über die Beatles, The Runaways, The Easybeats, Little Willie John bis zu The Raspberries. Zu beurteilen ob die schwedische Version von Chuck Berry »Sweet Little Sixteen« oder »Leave My Kitten Alone« von Little Willie John eine »Hommage oder Sakrileg« ist, überlässt Bandkopf Andersson den Hörern – und ich auch. Kurzzeitig Spaß macht die Scheibe jedenfalls. (nat)

   

Imperial State Electric
(2010, Psychout Records/Sound Pollution PSYCH010CD)

Der Hellacopters-Kopf Nicke Andersson hat eine neue Band am Start: Imperial State Electric heißt das neue Baby des Schweden, mit welchem er neue Pfade beschreitet: Laut Plattenfirma spielt die Band »Powerpop«, könnte die »fehlende Verbindung zwischen den Beatles und Alice Cooper« schaffen – oder doch die »Brücke von den Byrds zu den Sex Pistols« schlagen? Derart neugierig geworden, lege ich mir das selbstbetitelte Album ein und bin…

…nicht überrascht: Nicke eröffnet »IMPERIAL STATE ELECTRIC« mit einem nahezu klassischen Singalong (Punk)Rocker namens »A Holiday From My Vacation«. Die zwölf Lieder sind allesamt groovende Partystampfer, zu denen die Meute wunderbar feiern und/oder tanzen kann. Häufig liegen sie gar nicht soweit von den gitarrenbetonten, mitsingtauglichen Werken der Hellacopters entfernt, setzen ebenso wie diese mal Akzente in Richtung Punk oder (frühen) Pop. Und sieh einer an: Alleinherrscher Nicke erhält unter anderem musikalische Unterstützung ehemaliger Höllenschrauber wie Anders Lindström oder Dregen (Backyard Babies), sowie von Tobias Egge, Dolf De Borst, Tomas Eriksson, Conny Wall, Fage, Anders Härnestam und Robert Pehrsson.

Wieso also dieses Album des neuen Nicke Andersson-Projekts hören/kaufen? Weil es trotzdem anders klingt, weil es Spaß macht, oder weil es ein guter Freund für seine nächste Geburtstagsparty brauchen kann. (nat)



Siehe auch:
Hellacopters
Backyard Babies
Dregen



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