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Alle Rezensionen zu Winding Stairs
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Surviving The Funeral Season
(2011, Make My Day)

Kein Wässerchen trüben. Sich ganz dieser goldenen Dämmerstimmung hingeben, in der das Piano besonders innig vor sich hinsehnsüchtet. Das schmerzt mitunter köstlich in der Seele, ohne wirklich wehzutun. Martin Wahlqvist und Lina Wedin alias Winding Stairs segeln auf ihrem Zweitling »SURVIVING THE FUNERAL SEASON« mit dem sanften Sog der Gezeiten gen Heile-Popwelt-Seligkeit und überqueren dabei mitunter den Schlager-Äquator, etwa im Synthie-Tortenstückchen »Rare Treat«. Das ist unbedingt Material für den Eurovision Song Contest. Mitproduziert hat übrigens Martin Molin von Detektivbyrån, der bei pastelligen Stückchen wie »Tom« hörbar seine Hand im Spiel hatte. Schön harmlos, das.

Die bittersüßen Balladen und die angenehm trunkenen Walzer schielen unbedingt gen Loreena McKennit und klingen im Song »In Colour« verdächtig nach der nicht zu Unrecht vergessenen niederländischen Chanteuse Loona. Hach, diese Harfen, Violinen und all die hehren Gefühle! Wir ziehen jetzt das Wallekleidchen über und entzünden die Räucherstäbchen an. Und verschließen die Tür vor der Realität und werfen den Schlüssel weg. (emv)



Siehe auch:
Detektivbyrån

 Winding Stairs: Surviving The Funeral Season

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.windingstairs.com

   

Everything
(2010, Make My Day/Alive MMD 045)

Sie machen nichts wirklich falsch, diese beiden schwedische Popträumer, die da herbstlich gewandet in Wollpulli und Mantel in einem alten Haus posieren. Spinnweben und verhuschte Geister, vergilbte Erinnerungen und goldene Melancholie assoziiert man mit diesen Fotos – wohl durchaus bewusst. Martin Wahlqvist und Lina Wedin versuchen diesem Image entsprechend das Kunststück, mit lieblicher Melancholie zu betören, ohne deswegen eine gewisse Fröhlichkeit ganz aus ihrem Leben zu verbannen.

Das gelingt, wenngleich das Ergebnis seltsam vage, »unscharf« und ohne Konturen, ja sogar manchmal lustlos bleibt. Manches erinnert an Kate Bush oder Tori Amos, anderes dann wieder an Beth Gibbons oder die tanzbare Melancholie von Saint Etienne. Unterm Strich bleibt ein zwar »nebliges« Soundimage und durchaus angenehmes Hörerlebnis, das aber wegen fehlender Höhen und Tiefen auch recht schnell in den Schlund der Vergessnheit rutscht. (peb)



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