Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Poor Rich Ones
(Genre »Pop«, Land »Norwegen«)

 

Joe Maynard's Favourites
(2001, Rec90/Cargo RID 044)

Ah – William Hut! Nur diesmal nicht solo, sondern im Kreise seiner Band Poor Rich Ones, die seinen leicht lassziven und hellen Gesang warmherzig unterstützt, indem sie die Gitarrensaiten schwingen lässt, während der Drummer sehr zärtlich seine Felle bearbeitet. Als Compilation versammelt »JOE MAYNART'S FAVOURITES« die zwischen 1995 und 2001 veröffentlichten Songs.

Deutlich wird dabei, dass man Huts Herkunft durchaus dem Indie-Pop verdankt, der aber stets der dort vorherrschenden Attitüde des aufdringlichen Weltschmerzes entfliehen konnte. So kann er ohne Zögern seine Stimme mit leicht verhallendem Timbre aufladen, während seine Mitstreiter sich in rockig-angeschrägten Gefilden zu Hause fühlen, die zuweilen einen Vergleich mit REM nahelegen. Das ergibt zusammen genommen eine Musik, die von nächtlichem Glanz getragen wird; bisweilen aber auch in kitschiger Weinerlichkeit versinkt. Solo ist William Hut definitv besser. (frk)



Siehe auch:
William Hut

 Poor Rich Ones: Joe Maynard

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.poorrichones.com/

   

Drown
(EP, 2002, Rec90/Cargo RID049)

Die Poor Rich Ones liegen inzwischen auf dem Bandfriedhof nebenan. Friedlich dahingeschieden und als eine Band unter vielen auch nicht allzu schmerzlich vermisst. Die Geschichte wäre vermutlich anders verlaufen, wenn die Band mehr Songs vom Kaliber des hinreißenden Openers »Drown« geschrieben hätte. Dann hätte man wirklich heulen können.

Leider steckt der Rest in gewohnter Matsche aus irgendwelchem Pianogeschwurbel und irgendwelchen, bestimmt technisch perfekten, Gitarrenläufen, die auf den beiden Livesongs gerne auch mal fünf Minuten lang alleine ihren Weg suchen und zum gepflegten Nebenher-Lieber-Nochwas-Anderes-Machen einladen. Wir legen ihnen trotzdem eine Blume aufs Grab. (maw)

   

Watah-Sha
(2001, Rec90 RID044-2)

Wer öfter mal bei Waldis Resterampe einkauft, der kennt das beglückende Gefühl eines Schnäppchenkaufes. Von Zufallstreffern zehrt auch dieses Sammelsurium an Coverversionen, Anfangs-Demos und Livematerial, was eigentlich kaum mehr als eigenständige CD, sondern nur noch als Bonus-Disk des Joe Maynard-Albums erhältlich ist.

Das Händchen für unaufdringlich anschmiegsame Melodien beginnt hier zu zittern, der Blick für weitsichtige Refrains verschwimmt – und so »leben« diese Songs viel mehr als die schmonztriefenden und überproduzierten Studioalben. Natürlich wird immer noch auf meist leisen Sohlen durch die Popwelt geschlichen und nur manches Mal die Gitarre an der längeren Leine geführt. Was aber unter dem Strich immerhin der Zeitlosigkeit ein wenig Vergänglichkeit entgegensetzt. (maw)

   

Happy Happy Happy
(2000, Rec90 RID038)

So hat man es gemacht. Mitte der 90er war breitgetretener Britsound für viele Bands wie A und O und der Garant, ein paar Platten loszuwerden. Ende der 90er Jahre aber konnten Plattenfirmen Bands mit diesem Sound gar nicht schnell genug rausschmeißen. Im Jahr 2000, der aufmerksame Leser ahnt es schon, legen aber die Norweger noch einen drauf. Na klar.

»HAPPY HAPPY HAPPY« führt jedoch in die Irre. Fast schmierig legt sich Sänger William Hut mit seiner permanent hochfliegenden Kopfstimme in die ausstaffierten Gitarren- und Pianobetten, die weder Anfang noch Ende besitzen. So geht das ganze 15 Tracks lang, während man minütlich auf die Repeat-Taste schielt. Die Sphäre bleibt dabei über die ganze Distanz entschieden sehnsüchtelnd. Nach was? Man kann es nur vermuten: einem eigenen Sound, einem guten Song. Ein bisschen Happiness. Zeit, die Poor Rich Ones aufzulösen. (maw)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2020, Design & Programmierung: Polarpixel