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Alle Rezensionen zu Lars Ludvig Löfgren
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Heterochromia
(2009, Häleri)

Ach, wie allerliebst! Ein bitterersüß trauriger Jungmann, der den seelenvollen Sixties-Harmoniegesang pflegt und großäuig zu Klampfen- und Pianoklang träumt. Ob diese Attitüde bei den biestigen Material Girls dieser Altersklasse ankommt, darf bezweifelt werden, selbst wenn dieser Romantiker in »Round Your Heart« treuherzig verspricht, alle seine Ersparnisse dafür ausgeben, um ein Ticket zum Herzen seiner Dulcinea zu ergattern. Lars Ludvig Löfgren pflegt sein poppiges Verlierertum mit Verve. Und natürlich ist er derjenige aus der Klasse, der ganz zuletzt ins Völkerballteam gewählt wird.

Banausen, diese Klassenkameraden! Denn Löfgren führt auf seinem Debütalbum »HETEROCHROMIA« Hintersinniges im Schilde. Bricht in diesen scheinbar harmlosen Folkversatzstücken angereicherten Twee-Popsongs ganz unauffällig mit allem Märchenraunen rund um Blumen und Bienen. Naiv ist Löfgren nur für die, die keine Zwischentöne hören können. Denn dieser in Liebesdingen ach so Unverstandene, der einfach Flannelhosen tragen muss, hat ein wissendes Glitzern in den Augen. Hinter all dieser scheinbaren Schwäche verbirgt sich ein selbstbewusster Songwriter, der gekonnt mit den Versatzstücken der alten Mär vom gebrochenen Herzen spielt. Der dem Weltschmerz ein selbstbewusstes Pfeifen entgegensetzt. Man möchte hier mitunter weinen ob all dieser vergeudeten Liebesmühen. Und viel öfter möchte man lächeln. Weil Löfgren in seinen Songs dieses Flirren zwischen Unschuld und Ironie so perfekt beherrscht. (emv)

Lars Ludvig Löfgren: Heterochromia

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/larsludviglofgren



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