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Alle Rezensionen zu Hi-Lo & In Between
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

The Lonely Bird
(2010, Beste!Unterhaltung/Broken Silence Bu004)

Wenn Hi-Lo & In Between eine Pferdegangart wären, dann unbedingt Schritt. Gemächlich durch die karge Landschaft reiten und seinen Gedanken nachhängen. In eine dämmerblaue Nostalgie verfallen, die durchaus ins Melancholische abgleiten kann. Das Quartett aus Tampere atmet diese staubige Planwagen-Luft, die das Lebenselixir des Folkpop á la Americana ist. Violine und Mandoline verstärken die Sehnsucht. Irgendwann einmal werden wir diese verdammte Kleinstadt verlassen, in der wir schon viel zu lange leben.

Angenehm zurückgenommen. Fein handgemacht, bis hin zur liebevollen Covergestaltung durch die Malerin Liina Mäki. »THE LONELY BIRD«, das Debüt der Vier aus den finnischen Hinterlanden, lässt die Schatten immer länger werden, ohne dass wir deshalb entmutigt vom Pferd steigen müssen. Lambchop lächeln weise dazu, und ab und zu dürfen die Jayhawks frohlocken, wenn es lebhafter wird wie bei »In The Shadows Of The Canyon´s Walls« und der brave Gaul unversehens in Galopp verfällt. Langweilig wird es nie draußen in der Prärie, auch wenn auf den ersten Blick nichts Spektakuläres geschieht. Wir wärmen uns die Hände an diesem Lagerfeuer. Das ist schon ein großer Trost. (emv)

 Hi-Lo & In Between: The Lonely Bird

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/hiloandinbetween

   

We Are Not The Wind
(2011, BESTE! UNTERHALTUNG BU016)

Von stiller Euphorie. Von unwehleidiger Melancholie. Von unaufdringlicher Alltagsklugheit. Das muss man erstmal hinbekommen! Hi-Lo & In Between gelingt das Zusammenführen unterschiedlicher Gefühlslagen auf dem dritten Album »WE ARE NOT THE WIND« mühelos. Das Quartett um Sänger Juha Mäki-Peltola bewegt sich mit großer Bescheidenheit auf den weiten Weiden des verlangsamten Americana-Folkpop. Wo Zurückhaltung viel mehr zählt als die lauten Töne. Reduzieren aufs Wesentliche muss aber keineswegs mit Simplizität einhergehen, wie das Quartett aus Helsinki hier beweist: Songs wie das behutsam schwebende Titelstück sind alles andere als einfach gestrickt, sondern überraschen mit kleinen Tempowechseln, übermütigen Sprüngen und warmen weiblichen Vocals.

Stehenbleiben und sich bloß im Bekannten bewegen aber ist die Sache der Finnen nicht. Auf, auf!, neue Dinge ausprobieren! So flirtet man in »I´m Going To The Valley Of Sorrow and Solitude Part 2« mit einer neo-gothischen Todessehnsucht oder wagt im sehr feinen, kleinen Instrumentalstückchen »Virginias´s Eyes« einen Abstecher in den romantisch-experimentellen Kammerpop. Gleichwohl trabt weiterhin ein lächelndes Banjo durch die Songs. Und mit dem hymnischen letzten Song »Into The Deep Blue Sea« entlassen uns Hi-Lo & In-Between in eine Welt, in der das Hoffen immer wieder geholfen hat. (emv)



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