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Alle Rezensionen zu Silent Scream
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Public Execution
(2012, Stupido Records TWINCD135)

»PUBLIC EXECUTION, das zweite (Konzept)Album der finnischen Silent Scream, könnte ebenfalls ein Soundtrack zu einem sehr düsteren Film sein. Hypnotisches Schlagzeug und geschrieener Text (»Lift your head up and look at me. Strapped tight to the bleeding machine«) leiten das eröffnende Titelstück ein, düstere Riffs folgen. Die gleichen Charakteristika weist das anschließende »Rotten Days« auf, lediglich zusätzlich durch Keyboard ergänzt, mit einem sehr zurückhaltenden Antti Lautala, der sich mehr auf Gitarre / Keyboard konzentriert als auf den Gesang.

Richtig vorwärts rockt das Trio in »Spirit Invocation«, das anschließende »Nine Black Sunrises« ist eine verrückte Mischung aus indisch angehauchten Klängen und The Doors. 37 Minuten währt das düster-morbide Spektakel, dessen Titel nicht nur wörtlich zu nehmen ist, Zitat: »Individualität ist ein Grund zur Bestrafung. Geld ist Macht und das legt den Wert eines Individuums fest. Es ist eine öffentliche Hinrichtung.« Starker Gesang, starke Melodien, starke Botschaft – wer starke Nerven hat: hören!

PS: Das Coverfoto zeigt die Hinrichtung eines finnischen Soldaten, der im Zweiten Weltkrieg von der Front floh. Die Aufnahme entstand wenige Sekunden vor seinem Tod. »In the end, who's the enemy?« (nat)



Siehe auch:
Varjo

 Silent Scream: Public Execution

   

In The Cinema
(2010, Stupido Twin Records TWINCD116)

»Start a film / Watch Yourself / Silver Screen / In The Cinema«, diese Zeilen des Openers »Cinema« eröffnen das Debütalbum von Silent Scream – und weisen zugleich die Richtung: »IN THE CINEMA« ist (fast) ein Konzeptalbum, inspiriert durch Horrorfilmklassiker, untermalt durch treibende Rhythmen. Genau diese groovenden Rhythmen des Schlagzeugers Jukka Laine sowie des Bassisten Matthew Pallasoja, die Keyboards und natürlich die markante Stimme Antti Lautalas erinnern häufig an die Vorgängerband Varjo.

Der deutlichste Unterscheid zur Ex-Band liegt in der Orientierung Richtung Post-Punk à la Killing Joke, häufig höherem Tempo und natürlich in den englischen, schlicht gehaltenen Texten. Die melancholischen Momente machen sich rar: Wenn das Trio es mal langsam angehen lässt, ist die Stimmung nicht melancholisch, sondern eher er-/bedrückend, wenn wie »In The Sea« das Schlagzeug den Hörer nieder hämmert. Richtig befreiend wirkt dagegen »City Highrise«, das mit seinem satt stampfenden Beat sofort in die Beine fährt. Ein Coversong hat es übrigens auch auf die knapp 40-minütige Scheibe geschafft: »Burning Car« von John Foxx. Ein Werk für Varjo-Fans, Horrorfilmfreunde oder Liebhaber düsterer Stimmung. (nat)



Siehe auch:
Varjo



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