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Alle Rezensionen zu Ingi
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

Human Oddities
(2009, Bastard Records BR0801)

Welche Farben hatten diese US-Fernsehserien Anfang der 70er Jahre? Irgendwie waren sie verwaschen und gleichzeitig grell. In genau diesen Farben kommt »HUMAN ODDITIES« daher, das Debüt des isländischen Songwriters Ingi Örn Gíslason. Eine eigentümlich nostalgische Stimmung hängt in der Luft. Eine Sehnsucht nach der Zeit, als man mühelos zwischen US-Westküsten-Lässigkeit und britischer Arbeiterklassen-Großspurigkeit hin- und herwechseln konnte. Nach einer Zeit, in der Musiker wie Gilbert O´Sullivan tollpatschige Liebeslieder an eine Vierjährige schreiben konnte, ohne auf politische Korrektheit achten zu müssen. An eine Zeit, in der man sich am Stammtisch über anderer Leute Merkwürdigkeiten beömmeln konnte, ohne vorher das Video auf Youtube gesehen zu haben.

Ingi hat sein Erstlingswerk auf unorthodoxe Weise finanziert, indem er als Fischer den rauen Nordatlantik befahren hat. Braver Bursche. Isländische Zähigkeit hat auch dazu geführt, dass das Album von Scott Mathews produziert wurde, der mit Ingi-Helden von David Bowie bis Huey Lewis zusammengearbeitet hat. Gleichwohl: Diese menschlichen Merkwürdigkeiten stecken mit allen Sinnen so tief in der Vergangenheit, dass der Blick aufs Heute nicht stattfindet. Man fühlt sich wohl hier mit einem guten Kumpel und trinkt gerne ein, zwei Bier mit ihm. Aber wenn man nach Hause kommt, dann laufen da längst nicht mehr nur zwei Fernsehprogramme. (emv)

 Ingi: Human Oddities

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/ingitunes



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