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Alle Rezensionen zu Armagedda
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

The Final War Approaching
(2019, Nordvis Produktion -)

Schon über den ersten Takten des Debüts »THE FINAL WAR APPROACHING« weht der frostige Hauch des nordischen Black Metals der 1990er-Jahre – wenngleich das Original erst 2001 via Sombre Records erschien. Allerdings liegt mir die Neu-Veröffentlichung vor, zum 20-jährigen Jubiläum der anno 1999 unter »Volkermord« gegründeten Band, die sich ein Jahr später in Armagedda umbenannte. Wobei Jubiläum eigentlich nicht korrekt ist, da sich die Kapelle anno 2004 auflöste.

Doch nun zur Musik: Nicht nur der Opener »Deathminded« kommt leicht scheppernd aus den Boxen, dieser Klang zieht sich über den kompletten 41-Minüter. Auch sonst sind die acht Stücke ähnlich gestrickt: Melodische, getragene Passagen wechseln mit rasanten Einlagen ab, über denen Graav (Gitarre, Gesang) heiser seine Texte faucht. Das zweite offizielle Bandmitglied A. Petterson ist zuständig für Gitarre und Bass, wogegen der Schlagzeuger Phycon den lässigen Groove verantwortet. Langsam und bedrohlich können die Schweden aber auch, hört euch »Skogens Mörka Djup« an – oder das böse, hypnotische Finale »My Eternal Journey«.

Fazit: roh, pur, kalt. Hörtipp, nicht nur für Darkthrone-Fans. (nat)



Siehe auch:
Darkthrone

 Armagedda: The Final War Approaching

   

Ond Spiritism
(2019, Nordvis Produktion -)

Viel Zeit geben Armagedda dem Hörer, um sich auf ihr drittes Album »OND SPIRITISM: DJÆFVVLENS SKALDER ANNO SERPENTI MMIV« einzulassen. Eine einsame, minimalistische Gitarrenmelodie kriecht 90 Sekunden lang aus den Boxen, bis nach der ersten gesungenen Zeile von »Helvetestoner« ein noch gemäßigtes Unwetter auf den Hörer niederprasselt. Auch das nachfolgende »Döpt I Oheligt Vatten« ist ein langsames, atmosphärisches Stück mit so mancher bedrohlicher Gitarrenpassage, vor allem gegen Ende.

Ein guter Übergang zum ersten schnelleren Lied, dem aggressiven »Afsked« sowie dem neunminütigen »ÆNdalykt«, das zwischen rasant-pulsierenden und melodisch-epischen Abschnitten variiert. Treibender Groove und theatralische Mikroarbeit schließen sich an (»Döden Styr Livet«), auf einen hypnotisch-düsteren Einschub mit Regengeräuschen folgen ein letztes schwarzmetallisches, achtminütiges Aufbäumen und das mystische Outro. Die erste Veröffentlichung mit schwedischen Texten ist zugleich die letzte Scheibe dieser Kapelle. Leider.

Fazit: fesselnd, raffiniert, fokussiert. (nat)



Siehe auch:
Enslaved

   

Echoes In Eternity
(2019, Nordvis Produktion)

Im Zuge der Neuauflagen der Armagedda-Studioalben hat Nordvis auch diese Zusammenstellung aus dem Jahr 2007 wieder veröffentlicht. Frühe EPs sind hier ebenso zu hören wie Demoversionen diverser Lieder (»Volkermord Pt. 1«, »Volkermord Pt. 2«, »Mordinstinkt«), Livemitschnitte und Coverstücke.

Klanglich besteht teils erheblicher Verbesserungsbedarf, vor allem beim Opener »At the Edge of Negative Existence« oder einigen Liveaufnahmen. Schade. Auf dem 72-Minüter agieren A. Petterson (Gitarre, Bass), Graav (Gitarre, Gesang) plus wechselnde Mitstreiter grimmig und ungestüm – und haben hörbar Spaß beim Bathory-Cover »Satan My Master«. Kann man kaufen, muss man nicht.

PS: Für Sammler bietet das Booklet mit einigen bisher unveröffentlichten Fotos noch einen Extrakaufanreiz. (nat)

   

I Am
(EP, 2010, Earsplit/Nordvis NVPTOS0-03)

Armagedda, gibt's die wieder? Mitnichten. »I AM« ist lediglich eine EP, die vier bis dato unveröffentlichte Stücke aus den Anfangstagen des Duos Graav (Gesang/ Gitarre) und A (Bass/ Gitarre) bündelt. Die Black Metal-Songs, alle deutlich jenseits der Fünf-Minuten-Marke, stammen aus den Jahren 2001/2002, könnten aber auch einige Jahre älter sein, so Oldschool klingen sie.

Mit dem satt groovenden, »Den Skrivna Eskatologin« im grottigen Soundgewand eröffnen sie die Mini-Scheibe. Das folgende »De Vanhelgade« schließt sich nahtlos an. Erst mit dem Titeltrack wenden sich die Nordmannen vom polternden Schwarzmetall ab und schaffen, dank eines konstanten, kalten Riffs, eine furchteinflößende Atmosphäre. Das finale »Cold Eon« überrascht mit seiner fiesen, unerwarteten Gitarrenmelodie. Wer Black Metal aus den »guten alten Zeiten« sammelt, sollte in »I AM« wenigstens einmal reinhören. Ob er wen-auch-immer mit dem Kauf des düsteren Armagedda-Erbes unterstützen will, möge er danach selbst entscheiden. (nat)



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