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Alle Rezensionen zu Clawfinger
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Deaf, Dumb, Blind
(1993, Warner 4509-93245-2)

Harte Musik für harte Zeiten – der Albumtitel ist Programm. Oder: Harter Sound mit harten, kritischen Texte, in denen die schwedische-norwegsiche Musikermischung mit allem (und allen) abrechnen was stört: Mit Rassismus in »Nigger«, der verlogenen, scheinheiligen Gesellschaft in »The Truth«, Drogen und Armut in »Wonderful World«.

Unverwechselbaren Gitarren, eindringlichem Sprechgesang und abwechslungsreichen Arrangements verdankt Clawfinger seinen eingängigen und groovemden Hardcore-Crossover-Sound: Als Paradebeispiel höre man »Don't Get Me Wrong«. Damit stehen Frontmann Zak Tell, Keyboarder Jocke Skog, sowie die Gitarristen Erlend Ottem und Bård Torstensen in Skandinavien ziemlich allein auf weiter Flur. Nichtsdestotrotz gibt es kein schwaches Stück auf dem Album – das nach Erscheinen prompt von einer Metal-Zeitschrift zur Platte des Monats gekürt wurde. (nat)



Siehe auch:
Velcra

 Clawfinger: Deaf, Dumb, Blind

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.clawfinger.net/

   

Life Will Kill You
(2007, Nuclear Blast NB 1899)

Das ganz einfache Strickmuster war schon immer die Welt von Clawfinger. Damals zufällig mit ihrem Crossover-Bullshitrock-Mix zur richtigen Zeit auf der richtigen musikalischen Welle, surft die neuerliche Eigenfünftverwertung maximal auf Wasserstrahl der Klospülung. Denn wie jeher stolpert die Truppe ideenlos und in ihrer kompromisslosen Art einfach mal drauf los. Beats an, Gitarren drüberkleckern und ein bisschen böse Knurren. Und hinterher die blauen Flecken mit furchtbaren Keyboard-Sounds auskurieren.

Man sucht das Besondere in dieser Platte und findet nur Plattitüden, Altbackenes und gänzlich Überflüssiges, dass es ein elftrackiges Ärgernis ist. Der rote Faden besteht einzig aus: Blutleere, Aufgesetztheit und textlich Dumpfheit. Wird Zeit, dass sich das Leben mal diese Band vornimmt. (maw)

   

Hate Yourself With Style
(2005, Nuclear Blast NB 1550-2)

Ihr Zusammentreffen beim Krankenhausjob und die anschließende Bandgründung liegt 15 Jahre zurück, doch wieder geben sich die Schweden so kontrovers wie auf dem '93er Debüt. Zak Tells Texte wie »Right To Rape« bergen Zündstoff, und »HATE YOURSELF WITH STYLE« ist Anwärter auf das abstoßendste Cover des Jahres.

Musikalisch zeigen sich schon beim Opener »Faggot In You« zwei Auffälligkeiten: Trotz Ausstieg Erlend Ottems legen Clawfinger großes Gewicht auf die Gitarren; zugleich gehen sie auf dem Sechstling extrem hart zur Sache. Aufgebracht brettern die Schweden los, ziehen das Tempo beim Titeltrack noch mal an, grooven wechselweise zurückhaltend oder zornig; bei »Breakout (Embrace The Child Inside You)« ärgert Bard Torstensen fast speedmetalmäßig die Saiten. Und die Bonus-DVD der limitierten Ausgabe zeigt 40 Minuten vom Greenfield Festival-Auftritt in Interlaken. (nat)

   

Use Your Brain
(1995, Warner 4509-99340-2)

Die schwedisch-norwegischen Rage Against The Machine befehlen »USE YOUR BRAIN« und erfinden auf dem Cover die ultimative Waffe: die »Hirn-Granate«. Obwohl das Crossover-Quartett seit ihrem Debüt 170 Konzerte spielte, wandelt der Nachfolger musikalisch auf dessen Pfaden: Der Opener »Power« würde problemlos auf »Deaf, Dumb, Blind« passen.

Inhaltlich dreht sich nach wie vor alles um Rassismus (»Wipe My Ass«) oder die Plattheit der konsumfreudigen Bürger (»Back to The Basics«). In der Hymne »Do What I Say« rappt Zak alle elterlichen Ratschläge und Befehle aneinander (»Don't Do This, Don't Do That«) – und überrascht fast schüchtern mit »echtem« Gesang (»Tomorrow«). (nat)



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