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Alle Rezensionen zu Gazpacho
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Missa Atropos
(2010, Sony Music/NEO 8697788182)

Achtung: große Geste, Gefühlsepen, griechische Tragödien, nordische Schwermut, Progrock-Pomp - die Osloer Band malt ihr drittes Album »MISSA ATROPOS« nicht mit filigranem Pinselstrich aus, sondern benutzt dafür einen mächtigen, fett mit Farbe getränkten Malerpinsel. Immerhin: Die Band von Sänger Jan-Henrik Ohme hebt sich wohltuend vom gestrigen Progrock-Gewusel ab und setzt vielmehr auf Melodie und logische Singstrukturen statt auf virtuose Selbstbeweihräucherung. Midnight Choir meets Genesis, A-ha verbrüdern sich mit Marillion, Coldplay und Radiohead.

Der in den Siebzigern gern bemühte Begriff des »Konzeptalbums« taucht auf, im Verbund mit einer textlichen Geschichte, wie sie das Leben wohl nie hervorbringen wird: Ein Mann zieht sich in einen Leuchtturm zurück, um eine Messe für Atropos zu schreiben, eine von drei griechischen Schicksalsgöttinnen – sie ist die, die über die Art des Todes entscheidet und Leben beendet. Freilich drängt sich bei Gazpacho der Eindruck auf, sie übertreiben in jeglicher Hinsicht – beim Thema, ihrer Erzählweise und musikalischen Ausgestaltung. Dennoch: Die Norweger holen viele Hörer ab, die sonst beim Thema Progrock schon längst abwinken und nehmen diese mit auf eine Reise, die durchaus stimmungsvoll und überwiegend spannend ausfällt. Kurzes »Reinhören« verträgt »MISSA ATROPOS« jedenfalls nicht; man muss sich dem Album ganz widmen oder es bleiben lassen. (peb)

 Gazpacho: Missa Atropos



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