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Alle Rezensionen zu Árstíðir Lífsins
(Genre »Metal«, Land »Grenzgänger«)

 

Jötunheima Dolgferð
(2010, Ván Records Ván045)

Árstíðir lífsins, was auf Deutsch soviel »die Jahreszeiten des Lebens« heißt, ist ein isländisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt. Initiiert hat es Stefán, Chef der norddeutschen Black / Pagan Metal-Band Kerbenok, im Sommer 2008. Seine Mitstreiter fand er bei Kerbenok, Eldborg, Helrunar, Drautran, Dysthymia, Carpe Noctem und in dem Hochschulchor Islands (»Háskólakórinn«). Das Debütwerk »JÖTUNHEIMA DOLGFERЫ wurde auf Island komponiert und auch teilweise aufgenommen. Musikalisch bewegt es sich im schwarzmetallischen Bereich, mit Folk- und Ambient-Einflüssen; die Texte handeln von einer in den Westfjorden Islands geborenen Person, deren Leben vom Frühjahr (der Geburt) bis zum Winter (dem Tod) geschildert wird. Als Hintergrundinformationen dienten dabei die Frühgeschichte und mittelalterliche Literatur Islands.

Das Ergebnis ist ein mehr als einstündiges Glanzstück anspruchsvollen, nordisch geprägten Black Metals, der in punkto Eigenständigkeit seinesgleichen sucht. Folk-Chöre, teils a capella, lockern die rauen schwarzmetallischen Anteile auf, Naturgeräusche untermalen epische Ambient-Passagen, immer wieder setzen Klavier, Vibraphon, Geige, Synthies oder liebliche Frauengesänge Akzente. Mühelos vereinen die neun Lieder scheinbare Gegensätze wie altertümlich und modern, eingängig und intelligent, aus einem Guss und unglaublich vielfältig. Pflichtkauf für Liebhaber atmosphärischen, aber kitschbefreiten Black bis Pagan Metals. (nat)

 Árstíðir Lífsins: Jötunheima Dolgferð

   

Aldafoðr Ok Munka Dróttinn
(2 CDs, 2014, Ván Records Ván120)

Neues von der detailverliebten isländisch-deutschen Kapelle Árstíðir Lífsins: Mit »ALDAFOÐR OK MUNKA DRÓTTINN« nehmen die Folk-Black-Pagan-Metaller ihre Hörer mit auf eine weite, lange Reise nach Island im Jahr 1000. Mit überlangen Stücken bewegen sie sich gemessenen Schritts durchs Mittelalter, wandeln zwischen Christen und Heiden. 81 Minuten lassen sie sich Zeit für ihre gekreischten, gesungenen und gesprochenen Erzählungen, untermalt durch völlig kitschbefreite Musik.

Dem Trio gelingt es frostige Stakkato-Riffs und getragene folkloristischen Klängen gekonnt zu verbinden, statt sie bloß aufeinander prallen zu lassen. Stimmungsvoll changieren die neun Lieder zwischen harschen schwarzmetallischen Abschnitten und archaischen Melodien, vollendet ergänzt durch »Storyteller« Marsél und gemeinsame Chorgesänge mit Stefán (Gitarre, Bass) und Árni (Schlagzeug, Geige, Cello). Fazit: Eines der besten Alben von einer der besten Bands in diesem Sektor überhaupt – Árstíðir Lífsins haben die Messlatte verdammt hoch gelegt. (nat)

   

Vapna Laekjar Eldr
(2012, Ván Records/Soulfood Ván65)

Zwei Jahre nach dem Debüt »JÖTUNHEIMA DOLGFERЫ legen Árstíðir Lífsins ihr zweites mehr als 70-minütiges Oeuvre vor. Das Konzeptalbum »VÁPNA LÆKJAR ELDR« spinnt dabei die Geschichte um die (fiktive) Familie weiter, die sich die auf dem Vorgänger in den Westfjorden niedergelassen hat. Als Inspiration für die altisländischen gesungenen Texte dienen die »Íslendingasögur«, die isländischen Familiensagen; genaueres findet der geneigte Hörer im fast 50-seitigen Book(let) samt englischer Übersetzung.

Musikalisch behält die Truppe um Stefán (Gitarre, Bass, Gesang, Chor) ihre Mischung aus rauem Black Metal, traditionellem Folk und sphärischen Ambientsounds bei. Seine Mitstreiter fand der Bandkopf erneut bei Kerbenok, Helrunar, Drautran sowie außerdem bei der isländisch-schwedischen Gruppe Skendöd, die ihn an Mikro, (Akustik)gitarre, Orgel, Geige, Percussion und Maultrommel unterstützen. Hymnische Chöre und immer wieder eingespielte Naturgeräusche verleihen den neun Stücken einen stimmungsvollen Charakter. Das Werk hat nur zwei Probleme: Im Laufe der monumentalen Gesamtspeilzeit verliert der Hörer die Orientierung, denn viele Passagen klingen ähnlich – und: er hat Schwierigkeiten sich die Namen der Lieder zu merken. (nat)



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