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Alle Rezensionen zu Iiro Rantala, Michael Wollny, Leszek Możdżer
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Jazz at Berlin Philharmonic I
(2013, ACT/Edel ACT9556-2)

Als visionäre Sternstunde in der Begegnung von Jazz und Klassik wurde die Reihe »Jazz at Berlin Philharmonic« verkauft, als Grenzen sprengendes Ereignis, um E- und U-Musik zusammen zu bringen. So überschwängliche Phrasen machen skeptisch, zumal die drei Hauptdarsteller der Aktion ganz klar dem zeitgenössischen, populären Jazz zuzuordnen sind; von Avantgarde und »Neuer Musik« sind wir hier ein gutes Stückchen entfernt. Der »klassischste« Moment kommt gleich zu Beginn: Unser finnischer Lieblingspianist Iiro Rantala eröffnet das Programm mit (s)einer Lesart von Bachs »Aria & Goldberg Variation«, und auch wenn das absolut konsequent scheint (sind doch die »Goldberg-Variationen« so etwas wie einer der Geburtsmomente des Jazz), so ist es doch beileibe nicht das erste Mal, dass ein Jazzer auf die Idee kommt, die Brücke zwischen Bach und Jazz zu schlagen.

Der »Rest« der Platte bleibt noch mehr im Rahmen des Erwarteten: Abwechselnd und im Duo (einmal auch im Trio) mit dem deutschen Jungstar Michael Wollny und dem polnischen Pendant Leszek Możdżer darf jeder der Drei sein Können ausspielen, mit eigenen Stücken, aber auch mit denen von Kollegen und Vorbildern, Krzystof Komeda, Lars Danielsson und Chick Corea. Der Jubel der 1200 Zuschauer im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie dient der CD als - unnötiger - Rahmen und Unterstreichung des großen Moments der Berliner, ach was: der paneuropäischen Musikszene. Wer nicht dabei war, so soll es vermittelt werden, der hat aber was verpasst. Wie gut, dass wir nun wenigstens diese CD haben. Welch ein Glück. (ijb)



Siehe auch:
Iiro Rantala
Michael Wollny Trio
Lars Danielsson & Leszek Możdżer
Jazz at Berlin Philharmonic II: Norwegian Woods

Iiro Rantala: Jazz at Berlin Philharmonic I

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.actmusic.com

   

Jazz at Berlin Philharmonic VII
(2017, ACT/Edel ACT 9842-2)

Mit der siebten Ausgabe der »Jazz at Berlin Philharmonic«-Alben schließt sich bei ACT ein Kreis. Die drei großen und scheinbar ewig jungen Klavier-Protagonisten des Labels, Iiro Rantala, Michael Wollny und Leszek Możdżer, eröffneten im Jahr 2012 diese Reihe. Vier Jahre später trafen sie sich erneut am gleichen Ort, um auch erneut so ziemlich das Gleiche zu tun: Iiro Rantala steckt zu Beginn mit der Ouvertüre aus einem Leonard-Bernstein-Musical und einer darauf folgenden Eigenkomposition das Feld zwischen klassischem Erbe und schwelgerischer Gegenwartsmusik mit »jazziger Attitüde« haarscharf ab.

Der »Rest« der Platte bleibt noch mehr im Rahmen des Erwarteten: Abwechselnd und im Duo (zweimal auch im Trio) darf jeder der Drei sein Können ausspielen, mit eigenen Stücken, aber auch mit denen von Kollegen und Vorbildern, Chris Beyer, Lars Danielsson und Chick Corea. Dass ich den vorangegangenen Satz mit nur minimalen Änderungen aus der Kritik meines geschätzten Kollegen Ingo J. Biermann zur angesprochenen ersten »Philharmonic«-CD übernehmen konnte, sagt alles über die Innovationskraft dieses Fortset- zungsalbums; zumal die Song-Auswahl und -Interpretation diesmal leider noch gefälliger geraten sind. (stv)



Siehe auch:
Trio Töykeät
Rantala Danielsson Erskine
Jazz at Berlin Philharmonic V: Lost Hero
Jazz at Berlin Philharmonic VI: Celtic Roots



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