Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Joel Alme
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Waiting For The Bells
(2011, Razzia/Soulfood 139)

Serenaden? Wer schreibt heutzutage noch Serenaden? Das macht nur noch ein Crooner, der sich in den frühen 60ern zuhause fühlt und den rüschenhemdigen Herzschmerz-Entertainer ebenso lustvoll gibt wie den sanften Folkprotestbarden. Joel Alme heißt der Sänger aus Göteborg, der auf seinem zweiten Album »WAITING FOR THE BELLS« Staatsgelder auf sinnvolle Weise verbrät: Ein Stipendium des schwedischen Kulturrates ermöglichte es ihm, ein professionelles Streichorchester für die Aufnahmen anzuheuern. Gut investiert, Königreich im Norden: Alme und seine Mitmusiker schaffen einen satten, süffigen Retrosound, der mit üppigen Arrangements glänzt und bewusst mitunter hart an die Kitschgrenze geht. Neil Diamond lächelt wohl dazu.

Eine altmodische Hingabe an das Jahrzehnt der gewaltigen sozialen Umbrüche ist Alme eigen: Der über allem schwebende Übervater ist hier trotz aller glamourösen Dandyhaftigkeit der König aller Nuschler, Mr. Bob Dylan, dem Alme in der Gesangsrhythmik seinen Respekt erweist. Wie Konfetti sind Zitate aus dem reichen Frühwerk des Meisters über das Album verstreut. Natürlich geht es hier um harte Zeiten, in Liebes- und Lebensdingen, aber Alme bringt das Kunststück fertig, dabei souverän und leichtfüßig zu wirken und ganz nebenbei sein Handwerk verdammt gut zu verstehen. Im Ergebnis klingt der Zweitling auf eine solch unaufgeregte Art elegant, die nicht anders als sehr cool zu bezeichnen ist. (emv)

Joel Alme: Waiting For The Bells

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/joelalme



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel