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Alle Rezensionen zu IPA
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Lorena
(2008, Bolage BLGCD008)

Voller Energie geht’s los; ein Quartett, das loslegt, dass man für einen Augenblick glaubt, es wäre eine ganze Bigband. Trompete, Tenorsaxofon, Kontrabass und Schlagzeug, rein akustisch und unmittelbar zugänglich. Hier werden keine neuen Standards gesetzt, aber an Spielfreude und Ensemblegeist sind Atle Nymo, Magnus Broo, Ingebrigt Håker Flaten und Håkon Mjåset Johansen bei diesem einstündigen Set aus sechs Eigenkompositionen kaum zu schlagen. Die Stücke klingen dabei, als wären sie fünfzig Jahre alte vergessene Klassiker, und doch ist der Eindruck ein ganz gegenwärtiger.

Mit links halten die vier auch über lange Strecken die Spannung – zwei der Stücke dauern plusminus eine Viertelstunde – und geben sich gegenseitig den Stab in die Hand, um schließlich immer wieder neu zusammenzukommen. Die Solos und Duos sind launisch und versiert, das Spiel durchweg mitreißend und vielseitig, trotz des völlig unspektakulären Eindrucks.

Die junge norwegische Plattenfirma Bolage schreibt, CDs wie »LORENA« seien der Grund, warum sie das Label gegründet haben. Wenn es ihnen gelingt, noch weitere Platten solcher Qualität zu veröffentlichen, sollte Bolage unbedingt mehr Aufmerksamkeit erhalten. (ijb)



Siehe auch:
Atle Nymo, Ingebrigt Håker Flaten & Håkon Mjåset Johansen
The Thing
Atomic
Fire! Orchestra

 IPA: Lorena

   

It's A Delicate Thing
(2010, Bolage BLCD017)

Was beim Debüt galt, gilt auch hier: Die sieben Stücke wurden wieder von Saxofonist Atle Nymo und Trompeter Magnus Broo geschrieben und dann an zwei Tagen live im Quartett zum Leben erweckt. Die Energie haut diesmal nicht ganz so fulminant rein, das Zusammenspiel wirkt merklich komplexer, die Strukturen ausgeklügelter, streckenweise auch exaltierter und wagemutiger als auf »Lorena«. Hier steppt der Bär. Das Live-Gefühl der Studioaufnahme ist von einer seltenen Eindringlichkeit.

Bei allem Unorthodoxen bleiben IPA ein modernes, zumeist superbes Jazzquartett mit Traditionsbewusstsein, machen mit Hingabe und Einfallsreichtum ihr Ding weiter, das gerade in der Konsequenz besticht. Akustischer Post-Bop-Jazz für Puristen (»Little Crow«) und offene Geister (»Enigma«), für Jung und Alt gleichermaßen. (ijb)



Siehe auch:
Håkon Mjåset Johansen mit Håvard Stubo
Scorch (Trio)



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