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Alle Rezensionen zu Hills
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Master Sleeps
(2011, Transubstans TRANS075)

Hills, 2007 in Göteborg gegründet, sind eine dieser unzähligen jungen Bands, die von allem beeinflusst sein wollen, was der Laden hergibt: den frühen Experimenten von John Coltrane, von Velvet Underground, psychedelischem Krautrock überhaupt und sowieso ja auch noch ein bisschen von frühem Black Metal, Death Metal, ach ja, und Punk darf natürlich auch nicht fehlen (als ob irgendjemand mal nicht sagen würde »Wir machen so Punkrock«...). Gleichzeitig bestehen Hills darauf, dass ihre Platte ganz ehrlich, analog und roh sei, und improvisiert, ebenso wie meditativ, ohne Regeln, emotional und vor allem mehr Rhythmus und Groove als Songwriting. Alles klar? Klingt nach fehlenden Ideen und musikalischer Positionierung, was? Naja, es hätte ja auch was Geniales rauskommen können, à la Flaming Lips’ »Embryonic«. Ist aber nicht. Konsequent wäre dann wohl, diese Rezension aus lauwarmen Versatzstücken älterer Texte zusammenzustückeln. Die Frage stellt sich allerdings, warum die Jungs ihre Musik nicht einfach im eigenen Keller für sich selbst oder im Club um die Ecke für Freunde und Verwandte spielen, sondern ihr Album international veröffentlicht wird, mit einem richtig schlechten Cover obendrein. Und soll der Titel »Master Sleeps« darauf hindeuten, dass das hier erstmal ein Probelauf ist, bevor der Meister (und damit die Inspiration) schließlich aufwacht? Der neunminütige Titeltrack ist dabei einer der zu empfehlenden; Neu! und Can lassen grüßen (nicht nur hier).

Sehr »Retro« das Ganze also, natürlich, wie sehr vieles, was junge Rockbands heutzutage so machen. Der Traum von einer »besseren« Zeit, zu der das Rocken in einer Band noch mit Regellosigkeit und drogenumnebelten, ziellos mäandernden und orgelnden Jams in Verbindung gebracht wurde? Immerhin: Ein 36 Minuten kurzes Album, – von den sechs Stücken dauern vier über sechs Minuten – das hin und wieder trotz des rohen, finessenlosen Klangbilds ein wenig mitwippen lässt. Der Gesamteindruck ist ein instrumentaler, obwohl hier und dort Stimmen zu vernehmen sind. Und na ja, ist ja auch mal nett, dass die Jungs nicht Beatles, Clash, Radiohead sein wollen. (ijb)

 Hills: Master Sleeps

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/hhillss



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