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Alle Rezensionen zu Eskobar
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Death In Athens
(2008, Cargo Records CARCD97)

Gleicht die erste Takte lassen aufhorchen. Da wird um Haaresbreite an »Killing Me Softly« vorbeimusiziert, bis flugs die Richtung hin zu eigenen Melodien eingeschlagen wird. Wobei wir auch bereits beim Manko der Platte wären, die die Geisteshaltung des kalkulierten Erfolges zu obersten Maxime erhebt. Die Harmonien stammen aus dem hauseigenen Setzkasten, aus dem aber offensichtlich irgendjemand die Puzzleteile für die richtig ergreifenden Songs oder hinhörigen Hits geklaut hat.

»DEATH IN ATHENS« erstickt an der eigenen Gefälligkeit, am eigenen Gedudel, das noch mehr nach Radioweichspüler klingt als je zuvor. Abzüglich dem romantischen Kuschelflausch, der zumindest das Debüt zu einem herzergreifenden Popalbum adelte, bleibt nicht mehr viel auf der Haben-Seite. Nicht einmal ein erstklassiger Song. (maw)



Siehe auch:
Cabezas
Verschiedene: Åtömström
Lars Halapi
Megalomaniacs


Zum Artikel über Eskobar

 Eskobar: Death In Athens

Offizielle Website

Offizielle Website      http://eskobar.com/

   

Eskobar
(2006, Gibulchi Records VVR1039-822)

Eine Band, an der sich die Gemüter scheiden. Eskobar schlugen sich seit Beginn ihrer Karriere damit herum, entweder von Fans und Presse tief verunglimpft oder höchst geliebt zu werden. Das bleibt auch so mit ihrem vierten Album. Denn wieder einmal ändern sie die Richtung und kehren zurück zu ihren Wurzeln.

Die einfach arrangierten, akustisch dargebotenen Songs, vorrangig bestehend aus Gesang, Gitarre und Schlagzeug, erinnern an ihr wunderbar popmelancholisches Debütalbum. Unterschied: Die nunmehr ehrlichen und entblößenden Songtexte könnten bei so manchem Fan die Kinnlade runterklappen lassen. Möge man denken, was man wolle, aber mit diesem Album zeigen Eskobar, dass sie erneut gewachsen sind und sich keinen Trends unterwerfen müssen, um zu gefallen. (lic)

   

A Thousand Last Chances
(2004, V2/Zomba BAM-VVR -1022702)

In knapp vier Jahren hatten sie es geschafft, nicht nur zu Schwedens meistgeliebter Popband zu werden. Ihren internationalen Erfolg konnte man wachsen sehen, und auch »A THOUSAND LAST CHANCES« beweist erneut, dass es keinen Makel an Eskobar gibt.

Erstmals werden Jazz und Folk zu homogenen Popsongs, die es in der Form sonst nur auf ihren B-Seiten gab. Keinen homogenen aufgeplusterten Sound wie auf dem Vorgängeralbum gibt es, sondern individuelle, ehrliche und einfachere Charakterstücke, die derartig persönlich klingen, als wären sie Sänger Daniel von der Seele weggeschnitten. Ein zuckersüßes Album! (lic)

   

There's Only Now
(2002, V2/Zomba 707.8942.2)

Damit hatten sie gerechnet. Mit diesem großpoppigen Album würden Eskobar manch alten Fan verlieren, viele Neue allerdings hinzugewinnen. Nach einigen Singleauskopplungen war es »Someone New«, ein Duett mit Heather Nova, das ihnen 2002 den Durchbruch sicherte und den längst eingeschlagenen Weg in die neue Richtung wies: Dem Mainstream immer mehr angeglichen, sind diese Songs elektronisch dick aufgetragen und live nicht ohne Backtracks umsetzbar.

Zwar haben sie nicht viel ihrer alten Tiefe und Schwermütigkeit verloren, dennoch wirkt manches Aufgebausche übertrieben künstlich und elendig schmachtend. Aber die drei Mädchenherzenpflücker wollten ja auch nie nur eine Indie-Band sein, als vielmehr ihre Songs an der Chartspitze hören. (lic)

   

Til We're Dead
(2001, V2/Zomba 707.1757.2)

Zwar kann man Eskobar seit ihrem Hit »Someone New« kennen. Doch liebt man sie gleichwohl für ihr Debüt. Mit dem Handschriftzug Anton Corbijns zierten die damals schwarzgestylten Vorbildsmelancholiker »Till We're Dead«.

Ein Album, das mit einfach arrangierten Songs voll Liebesschmerz zeigte, dass Musik noch unendlich traurig machen kann. Die dennoch optimistische Verspieltheit in den Songstrukturen und deren außerordentliche Melodiosität bringen das hoffnungsvolle Licht zurück in diese schwermütige Weite. Schöner kann der Schmerz im Herzen tatsächlich nicht stechen. (lic)



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