Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Yggdrasil
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Kvällningsvindar Över Nordrönt Land
(2011, Grand Master Music GMM009)

Parallel zum neuen Album »IRRBLOSS« veröffentlichen Yggdrasil ihre Werke »VEDERGÄLLNING« (2009) und »KVÄLLNINGSVINDAR ÖVER NORDRÖNT LAND« (2007) erneut. Letzteres erweitern sie um ein schwedisch-englische Booklet sowie die Bonusversion von »Gryningstid« und bringen es so auf satte 63 Minuten Spielzeit. Sehr gemächlich stimmen die Schweden mit Akustikgitarre, Geige und Maultrommel das stimmungsvolle »I Nordens Rike« an, langsam ziehen sie die Geschwindigkeit an. Ein Instrument nach dem anderen steigt ein, schließlich löst beinah schwarzmetallisches Keifen den Klargesang ab, das Lied nimmt noch mehr an Fahrt auf, bis es nach knapp neun Minuten immer leiser verhallt.

Der Opener des bereits 2005 aufgenommen Debüts hat die Messlatte für die nachfolgenden Stücke sehr hoch gelegt, um nicht zu sagen: zu hoch. Erst mit dem monumentalen Elfminüter »Gryningstid« erschaffen Yggdrasil wieder eine phantastische Klanglandschaft, ein Windhauch geht in eine glasklare Gitarrenmelodie über, vor dem geistigen Auge spiegeln sich unwillkürlich Wolken in einem spiegelglatten See, Wind zieht auf, die Wolken rasen dahin, Bäume rauschen, Sturm, der Hörer macht sich auf im Wald Schutz zu suchen. DAS ist Atmosphäre, Kompliment. Dazu passen die schwedischen Texte, gerade in den Chören, einfach perfekt. Schade, dass Yggdrasil dieses Niveau (noch) nicht durchgängig halten können. Hoffentlich gelingt es ihnen auf dem Nachfolger. (nat)

 Yggdrasil: Kvällningsvindar Över Nordrönt Land

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.yggdrasil-sweden.com/

   

Irrbloss
(2011, Grand Master Music GMM011)

Musik mit ganz viel »Boing«, sprich Maultrommel servieren die Folk Metaller Yggdrasil auf »IRRBLOSS«. Obwohl es bereits das dritte Album ist, kennt die 2001 gegründete Truppe kaum jemand – und vermutlich wird das so bleiben. Die Schweden um Bandgründer, Sänger und Gitarrist Magnus Wohlfart können auf die Gesamtlänge absolut nicht überzeugen, Stücke wie das atmosphärische »Skaldevader« mit Akustikgitarre und Männerchor bilden die Ausnahme.

Meist wirkt das Quartett uninspiriert, es arrangiert die Stücke lieblos, uninspiriert. Magnus agiert am Mikro genauso leidenschaftslos wie seine instrumentalen Mitstreiter, keine Ecken, keine Kanten, nichts Markantes, kein Tiefgang stört die acht Lieder. Was wirklich stört, ist der oftmals deplatzierte weibliche Geträller, gruselig in »Kungabål«. So bleibt unterm Strich ein durchschnittliches Album, mit sehr wenigen lichten Momenten, kurz gesagt: Es wird seinem Namen »IRRLICHT« gerecht. Kein Vergleich zu Moonsorrows »VARJOINA KULJEMME KUOLLEIDEN MAASSA«. (nat)



Siehe auch:
Moonsorrow

   

Vedergällning
(2011, Grand Master Music GMM010)

Die zweite Scheibe im Wiederveröffentlichungspaket ist »VEDERGÄLLNING«, das ursprünglich 2009 und ohne den Bonus »Tusenårslunden« erschien. Nach einer halben Minute Naturgeräusche legen Yggdrasil in bester Black Metal-Manier mit »Oskorei« los, schieben eine Akustikgitarre ein, bis nach Magnus nach drei Minuten erstmals böse ins Mikro faucht.

Auf die gelungene Eröffnung folgt der abwechslungsreiche Titeltrack, er geht schnell ins Ohr und hat alles, was eine mitsingtaugliche Hymne braucht. Ähnlich gelagert ist das folgende »Vitterdimmorna«. Nach der Hälfte des Albums werden die Schweden etwas ruhiger, folklastiger, mit höherem Akustikanteil. Insgesamt eine vielfältige Pagan / Folk Metal-Scheibe mit feinen Melodien und wohltuender Härte, die nach knapp 50 Minuten mit dem unerwartet schroffen »Tusenarslunden« endet. (nat)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel