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Alle Rezensionen zu Thee Attacks
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

That's Mister Attack To You
(2011, Crunchy Frog/Cargo Grog 080-2)

Seien wir doch mal ehrlich: Die allercoolsten Hunde waren in den 60ern nicht Paul McCartney oder Mick Jagger, sondern Ray Davies und Pete Townsend. Mit ihrem rotzig-aufmüpfigen Arbeiterklassen-Rock im Ohr stolziert man bis heute lässiger an den Schaufenstern vorbei. Diese urbane Straßenköter-Überheblichkeit macht nach wie vor mächtig Eindruck bei Vorstadt-Mädels: Die Dänen von Thee Attacks sind zwar erst Anfang 20, aber haben hörbar bei ihren Eltern in der Rumpelkammer gekramt, genau dort, wo die verkratzten Who- und Kinksplatten stehen. Die vier aus Aalborg klingen 2011 so, als könnten sie sofort als Statisten bei »QUADROPHENIA« einsteigen. Bei den Mods, selbstredend!

»THAT´S MISTER ATTACK TO YOU«, das Debüt der Jungspunde aus der Provinz, funkelt wie eine frisch polierte Vespa. Sehr retro, sehr schick. Die Gitarren beißen wie böse Hornissen. Die Ästhetik ist schwarz-weiß, die Haare sind kurz. Echt authentisch! Aber eben rückwärtsgewandt. Das ist croonig und sehr dicklippig, aber funktioniert nur ein einziges Album lang. Denn dann kommt für das Quartett die Stunde der Wahrheit: Können wir auch anders? Nehmen wir die Hürde und zeigen, dass wir die großen Vorbilder hinaus eigenständig sind? Retro-Bands wie Mando Diao und die Hives haben demonstriert, wie das geht. Thee Attacks müssen dieses Hinderniss erst noch nehmen. (emv)



Siehe auch:
Mando Diao
The Hives

 Thee Attacks: That

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/theeattacks

 

Dirty Sheets
(2012, Crunchy Frog/Soulfood)

Attitüde wie Graf Kocks, aber vom Vorstadtadel! The Attacks zelebrieren auf ihrem zweiten Album »DIRTY SHEETS«das breitbeinige Auftreten von Working Class-Heroen. Klein-Klein kennen wir nicht! Die Dänen besuchen auf ihrer Bildungsreise ins 60ies-Wunderland ausgiebig die letzten Jahre des großen Jahrzehnts. Flirten verhalten mit pop-affinen Carnaby-Street-Klängen, machen kurze Abstecher in räucherstäbchenvernebelte Psychedelik-Welten und sind schwer beeindruckt von coolen Hunden wie Slade. Dass dahinter die Grundstrukturen von schmutzigem Straßenköter-Rock und fettem Blues stecken, versteht sich von alleine.

Den dänischen Nachwuchskräften geht es in atemlosen Songs wie dem unwiderstehlich treibenden »Stab« vordergründig um schweißtriefendes Rebellentum, aber ureigentlich wird hier dem schicken Retro-Stil gehuldigt. Abtanzen und dabei möglichst gut aussehen! Und dazu bedarf es eines gewissen Kalküls. Wie die großen Vorbilder klingen, die Gitarren lärmen lassen und die Verzerrungs-Effekte in Cinemascope aufzublasen, schön und gut. Aber wo bleibt der Befreiungsschlag, mit dem man sich selbstbewusst emanzipiert, ohne respektlos zu sein? Der bleibt hier wie auf dem Vorgängeralbum aus. Und ein kurzes Wort zur Cover-Kunst des Albums: An welcher Ästhetik hat man sich hier orientiert? Scorpions? Van Halen? Jedenfalls: Aua! (emv)

 Thee Attacks: Dirty Sheets

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/theeattacks



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