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Alle Rezensionen zu Zenobia
(Genre »Folk«, Land »Dänemark«)

 

Fra Fynske Kyster
(2013, GO‘ Danish Folk GO 0713)

Ganz dem dänischen Komponisten Carl Nielsen (1865-1931) haben sich die Sängerin Louise Støjberg, die Akkordeonistin Mette Kathrine Jensen und die Pianistin Charlotte Støjberg gewidmet – ganz, weil sie fast in jedem Konzert ein Stück des bekanntesten dänischen Klassikers spielen. Nielsen wiederum ist in der dänischen Musik allgegenwärtig, seine Lieder werden in der Schule, in Kirchen und bei allen möglichen Gelegenheiten gesungen.

»FRA FYNSKE KYSTER« haben Zenobia die CD genannt, von den Küsten Fünens also. Nielsen stammte von Fünen, die dänische Volksmusik war ihm zeitlebens ein großer Einfluss. Das Trio erweitert das Klangspektrum behutsam mit verschiedenen Gästen an Bass, Gitarre, diversen Streich- und Blasinstrumenten. Zenobia bleibt dennoch Zenobia, dafür sorgt nicht zuletzt Louise Støjberg mit ihrer ausdrucksstarken Stimme. Die Lieder von Carl Nielsen werden schön aufgefrischt, Zenobia biedern sich aber keineswegs an Popmusik an und bleiben sich treu, irgendwo zwischen Volksmusik und Kammermusik. Nicht nur für Dänen ein Gewinn! (tjk)



Siehe auch:
Carl Nielsen
Danish Roots

 Zenobia: Fra Fynske Kyster

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.zenobia.nu

   

I Vintermørkets Hal
(2010, Gofolk GO18010)

Früher, als es im Winter noch richtig kalt war, draußen Schneeflocken lockten und drinnen der Kamin knisterte, gab es auch wirklich wichtige Winterlieder. Da saß dann die ganze Familie in der Küche und sang, schlürfte Glögi und mästete sich mit Pfefferkuchen. Grad schön war’s, und so ist’s halt jetzt nicht mehr, aus vielerlei Gründen. Einer sicherlich: Nieselregen bei +4°C hat mit Winter nicht arg viel zu tun, verflucht sei der Klimawandel bzw. seine Verursacher, aber das gehört nicht hierher und außerdem sind wir das alle.

Wo waren wir? Ach ja, die verschwindende Winterlieder-Kultur. Damit wollen sich drei Däninnen nicht abfinden. Mit ihrer Band Zenobia haben die Sängerin Louise Støjberg, Charlotte Støjberg (Piano) und die Akkordeonistin Mette Kathrine Jensen ein ganz spezielles Projekt begonnen: »I Vintermørktes Hal« versammelt ein gutes Dutzend traditionelle dänische Winter- und Weihnachtslieder, mit glasklarer Stimme gesungen und sparsam aber geschmackvoll instrumentiert. Zu Akkordeon und Piano gesellen sich mal ein Streichquartett, Martin Rauff am Bass oder Sonnich Lydom mit Harmonika. Und so manch ungeahnter Schatz verbirgt sich auf Zenobias CD: »En Rose Så Jeg Skyde«, also »Es ist ein Ros entsprungen« ist hier unglaublich schön! (tjk)

   

Midnat
(2008, GO´Danish Folk Music GO 1208)

Auf ihrer Debut-CD fokussieren sich die Sängerin Louise Støjberg, die Akkordeonistin Mette Kathrine Jensen und die Pianistin Charlotte Støjberg auf traditionelle dänische Lieder in neuem, ungewöhnlich arrangiertem Gewand. Diese Lieder drehen sich hauptsächlich um Sommer und Herbst, schon hier war die Hinwendung an Jahreszeiten offensichtlich. Das zweite Standbein ist sozusagen die Umkehrung des ersten: Neue Melodien für alte Texte, über den volksmusikalischen Stil gehen sie öfters weit hinaus, lehnen sich an Chanson und ein wenig sogar an Kunstlied.

Die drei Däninnen kennen sich von Kindheit an, schließlich sind Louise und Charlotte Støjberg Schwestern und Mette Kathrine Freundin. Von Kindheit an sangen und spielten sie dänische Volksmusik in ihren Familien und Musikschulen. Mit Zenobia klingen sie natürlich anders als die Traditionalisten – sowohl nur mit Akkordeon und Piano wie auch mit Gästen an Bass, Lap Steel-Gitarre oder Flügelhorn. Schon dieses erste Zenobia-Album ist außergewöhnlich. (tjk)



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