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Alle Rezensionen zu Grant Creon
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Damn Those Things
(2012, Stargazer Records/Broken Silence SGR014)

Grant Creon beschreiben ihre Musik in drei Worten so: »Bier, Zigaretten, Depressionen«. Damit malen die Vier aus Malmö ein recht negatives Selbstbild, denn von passiver Schicksalsergebenheiten ist auf dem Debütalbum »DAMN THOSE THINGS« nichts zu spüren. Frei nach BAP sind diese gestandenden Mannsbilder zwar reichlich desillusioniert, aber haben noch lange nicht resigniert. Zehn Jahre hat man sich Zeit gelassen mit der Veröffentlichung des Erstlings und pflegt eine angenehm reduzierte und uneitle Variante des verlangsamten Prärie-Rock, durch den die Stürme mitunter staubstrocken pfeifen. Von Neil Young über Calexico bis zu Damien Jurado lassen sich Einflüsse ausmachen. Die Schweden kommen auf eine geradezu liebevolle Art altmodisch daher und beharren eigensinnig auf ihrem Ansatz. Gut so!

Denn die elf Songs, die Sänger und Gitarrist Mattias Larsson und seine Mitstreiter hier vorlegen, sind kundig arrangiert. Eine sanfte Frauenstimme sekundiert bisweile hilfreich, wenn in Songs wie im mäandernden »Oh Love« die Seelenpein kaum mehr auszuhalten ist. Violine und Slidegitarre streicheln im Titelsong das gequälte Gemüt. Mitunter heuelen rückkoppelnde Gitarren wie Kojoten. Dass dies alles kitsch- und klischeefrei daherkommt, ist der differenzierten, selbstmitleidfreien Interpretation der Musiker zu verdanken. Grant Creon machen Musik für Erwachsene, die das selbstbewusste Nachdenken noch nicht verlernt haben. Auch wenn sie dabei die Schmerzgrenze mitunter erreichen. (emv)

 Grant Creon: Damn Those Things

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.facebook.com/pages/Grant-Creon/294385017258



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