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Alle Rezensionen zu Mongrel
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Thick as Thieves
(2016, Losen Records/Challenge Records Internationa LOS 148-2)

Auf das sehr gute Debüt folgt ein sehr guter Zweitling. Dass Pianist Johan Lindvall das Quartett verlassen hat und durch Ayumi Takana ersetzt wurde, fällt fast nicht ins Gewicht. Das ist ebenso positiv wie etwas bedauerlich: Nach »Taskenspill« (»Taschenspiel[er]«) geben sich die vier nun thick as thieves, zusammengeschweißt also, gleichwohl vermisst man bei aller spielerischen Raffinesse ein wenig markantere Songs. Auch beim x-ten Wiederhören unterhält die 39 Minuten lange CD noch blendend, doch keine der Kompostionen bleibt irgendwie im Ohr.

Wer von Ayumi Tanakas überragender Trioplatte »Memento« hingerissen war, könnte enttäuscht sein, dass die Pianistin hier nur Sidewoman in einem Quartetts ist, für das die Stücke zu gleichen Teilen von Trompeter und Bandgründer Litleskare und Bassist Andersen beigetragen werden. Auf jeden Fall unterstreichen die jungen Leute mit den an drei Novembertagen im Losen-Records-eigenen Studio Barxeta im mediterranen Valencianischen Land eingespielten Jazznummern eindrucksvoll, dass sie nach dem Debüt nach Weiterentwicklung streben und mit ihnen noch zu rechnen sein wird. So bleibt vor allem zu hoffen, dass sie ihr Credo »Thick as Thieves« als Anstoß für eine gleichrangigere Quartett-Zusammenarbeit nehmen und mehr kreativen Input begrüßen. (ijb)



Siehe auch:
Ayumi Tanaka Trio
Tanaka / Lindvall / Wallumrød

 Mongrel: Thick as Thieves

   

Taskenspill
(2014, Losen Records/Challenge Records Internationa LOS 131-2)

Ein ungewöhnlich reifes Debut! Man möchte beim Hören meinen, das Quartett gehört zu den etablierten jüngeren aufstrebenden norwegischen Jazzmusikern – bis auf etabliert stimmt ja auch alles. Thomas Litleskare (tp), Johan Lindvall (p), Stian Andersen (b) und Tore Flatjord (dr) haben sich im Studium an der norwegischen Musikakademie in Oslo kennengelernt und bilden seitdem diese »Promenadenmischung«, so der Bandname auf Deutsch.

Sie haben gemeinsam sowohl die Kenntnis der Jazzgeschichte und vor allem die Bewunderung für die avantgardistischen Pioniere der freieren Improvisation – und genau danach klingt der Norweger-Vierer auch. Mit viel Sinn für Dynamik, Freiräume und kurze Ausflüge in die musikalische Wildnis spielen sie elf Stücke, die mit maximal fünf Minuten Länge nie Gefahr laufen, ins Niemandsland abzudriften. Mongrel finden eine seltene Balance aus Struktur und Freiheit, von dieser Band ist noch sehr viel zu erwarten! (tjk)



Siehe auch:
Karokh
Torg
Moksha

Audio-Link



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