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Alle Rezensionen zu Wasted
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Outsider By Choice
(2011, Combat Rock Industry/Flight 13)

Zurück zu den Wurzeln. Zum gradlinigen, kraftvollen, lustbetonten Punkrock der Anfangszeiten, geboren aus Wut, Schweiß und Bier. Zurück zu der einfachen, aber durchschlagenden Erkenntnis, dass die Revolte Spaß machen muss, sonst taugt sie nichts! Wasted sind keineswegs bloß das Nebenprojekt von Sänger Ville und seinem Bruder Antti, die in den letzten Jahren mit I Walk The Line die Szene aufgemischt haben: Mit 15 Jahren Bandgeschichte tragen Wasted eindeutig die abgewetzteren Lederjacken auf dem Buckel. Mit »OUTSIDER BY CHOICE« demonstrieren die Finnen, dass Erfahrung nicht mit Langeweile einhergehen muss, sondern mit Energie und Eigensinn. Die Straßenköter, die sind wir!

Entschuldigungen lassen wir nicht gelten, Gefangene werden nicht gemacht. Atemholen ist etwas für Angsthasen. Vorwärts, sonst lassen wir nichts gelten, und spöttische Schlenker schlagen wir mal so nebenbei. Zeigen, dass Reggae punkfähig ist und schielen mal aufmüpfig ins Poplager hinüber. Über die Tatsache, dass die Songs größenteils nach einem identischen Schema aufgebaut sind, soll hier nicht gemeckert werden, weil das Ergebnis stets kraftvoll klingt und in der Fußballersprache von einer geschlossenen Mannschaftsleistung geprägt ist. Und irgendwann kriegen uns Wasted sowieso: Spätestens bei »Rat Trap« und »This Country Is Going To Hell« twistet man mühelos die Treppe hoch. (emv)



Siehe auch:
I Walk The Line

 Wasted: Outsider By Choice

   

The Early Years
(2013, Combat Rock Industry/Flight 13)

Nie vergessen, wo man herkommt! Diese Lektion haben Wasted mit der Veröffentlichung von »THE EARLY YEARS« beherzigt, ohne dabei in Nostalgie oder Selbstbeweihräucherung zu verfallen. Nein, Sänger Ville Rönkkö (heute bei I Walk The Line tonangebend) und seine Jungs machen den Fans (und sich selbst) ein Geschenk: Mit 30 Songs von den der ersten EPs blicken die Punkrocker zurück auf ihre rauen Anfänge in der finnischen Provinz. Auf die Tage also, als man acht Songs im Turbomodus in zwei Tagen aufnahm. Man ist politisch, wild und rotzig. Was sonst?

Es geht hier kompromisslos und leidenschaftlich zu. Bier und Schweiß fließen in Strömen, und man pogt ab, bis man völlig erschöpft auf dem Garagenboden liegt. Den guten alten Tagen nostalgisch nachtrauern? Ach nein! Denn zahmer geworden sind diese Anarcho-Rebellen in der Zwischenzeit nicht geworden. Haben die Ramones etwa irgendwann Säuselpop geschrieben? Undenkbar! Der echte Wasted-Fan findet auf der limitierten LP als Dreingabe Fotos und Infos aus den Anfangstagen. Etwas Traditionspflege steht selbst dem ungestümtesten Punk. (emv)



Siehe auch:
I Walk The Line

   

Here Comes The Darkness
(2013, Klownhouse Recordz/Flight 13)

Wer Wasted nicht kennt, weiß spätestens beim Verhältnis Songs zu Gesamtspielzeit Bescheid: Diese Finnen um die Rönkkö-Brüder spielen Punkrock, schaffen (trotz überwiegenden Midtempos) auf »HERE COMES THE DARKNESS« zehn Songs in 25 Minuten.

Noch rekordverdächtiger ist die Aufnahme- und Produktionszeit des Albums: Diese dauerte nur sechs Tagen im Juli und August 2013 in Tampere. Die Qualität hat dennoch nicht gelitten. Die treibenden Stücke schmeicheln den Ohren, haben mal einen Rockabilly-Touch wie das Titelstück, mal Rock’n’Roll-Anleihen wie »Tragedy«, sind allesamt handwerklich gut umgesetzt, solide produziert und besitzen die richtige Mischung aus Melodie und Melancholie. Anspieltipp: Das Singalong-Stück »The Gambler«. (nat)



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