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Alle Rezensionen zu Principe Valiente
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Principe Valiente
(2011, Danse Macabre)

In düsterer Schönheit untergehen. In Stolz und Leidenschaft fallen. In melodischer Hoffnungslosigkeit dahinsinken. Principe Valiente bewegen sich auf ihrem selbst betitelten Debütalbum auf den Spuren der klassischen romantischen Verlierer von Joy Division über Madrugada bis Interpol. Hell wird es in der neo-wavigen Welt des Stockholmer Trios in diesem Leben nicht mehr. Eine empfindsam aggressive Gitarre hallt durch leere Räume, aus denen die letzten Spuren einer großen Liebe längst verschwunden sind. Was tun, wenn die Verzweiflung uns emotional verschlingen will? Ästhetisch aufbegehren, was sonst!

Repetitive Klangmuster, ein heftig-kraftvoller Bass, Synthies, die lidstrichdick daherkommen, und darüber liegt die tiefdunkle Stimme von Fernando Honorato: Die Schweden suhlen sich in den tiefen Wassern der Einsamkeit. Aber merke. Auch im größten Herzschmerz herrscht hier der hehre Hedonismus. Sehen blasse Verlierer unbedingt gut aus! Songs wie »In My Arms« oder »The Night« verleihen dem Kummer etwas Erhabenes. Da rollt die einzelne Träne doch viel dekorativer über die Wange. Ist nicht unbedingt neu, das, aber immer wieder wirkungsvoll. (emv)



Siehe auch:
Madrugada

 Principe Valiente: Principe Valiente

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.principevaliente.com

   

Oceans
(2017, afmusic)

Bei den Weltmeisterschaften im Pathos-Pop gehen Principe Valiente unbedingt als Favoriten ins Rennen. Zu viel Gefühl kann es für die Schweden gar nicht geben! Menschen, die das Understatement lieben, sollten einen Bogen um die eisernen Herzen aus Stockholm machen. Eines aber muss man den Vieren lassen: Seit der Bandgründung im Jahr 2005 sind sie ihrem musikalischen Konzept treu geblieben: Düstere Synthiesounds, die mehr als nur kniefief in den 80er stehen. Die Maid Of Orleans trägt auf dem dritten Album »OCEANS« unbedingt ein samtiges Schwarz. Dass die Band beim alljährlichen Wave-Gotik-Treffen in Leipzig Stammgast ist, versteht sich von selbst!

Schon im ersten Track »Wildest Flowers« schwirren die OMD-Zitate wie graues Konfetti, und so geht es munter weiter: Bauhaus, Cure, Depeche Mode, die üblichen Verdächtigen. Vangelis-Soundtracks standen hier ebenfalls Pate. Sänger Fernando Honorato gibt den dunkelstimmigen Herrn der Finsternis mit reichlich Pomp.Selbst die balladigeren Songs wie »Untouchable kommen brünstig daher. Spätestens nach dem penetranten Seelenschemerz von »Running Juveniles« ergreift man hier die Flucht. (emv)

Video-Link

   

Choirs Of Blessed Youth
(2014, AF Music/ALTONE Distribution ALT-193)

Melodrama de Luxe mit Principe Valiente. Sich mit katzengleicher Eleganz in samtschwarzen Düsterwelten verlieren und daraus einen hohen Lustgewinn ziehen: Die Schweden machen auf ihrem zweiten Album »CHOIRS OF BLESSED YOUTH« vor, wie das geht. Wenn sich der Sänger schon Fernando Honorato nennt, dann darf man guten Gewissens annehmen, dass er nächtens Schauergeschichten von Edgar Allen Poe goutiert. Inzwischen auf Quartettstärke angewachsen, führen die Stockholmer verstärkt bombastische Töne in ihre schwarze-Romantik-Welten ein. Dass diese Mär für den von dunklen Mächten geplanten Helden schlecht endet, setzen die Vier in Tracks wie »Dying To Feel Alive« gekonnt in Szene.

Bedeutungsvoll dräuende Gitarren! Symphonisch schallende Synthies! Exzessiv leidende Vocals! Principe Valiente setzen hier auf zu viel Gefühl. Und da alle elf Songs mittels hymnischer Refrains nach einem ähnlichen Grundprinzip aufgebaut sind, stellen sich irgendwann Ermüdungserscheinungen ein. Pathos, oh mächtiges Pathos! Im Übermaß eingesetzt wirkst Du plötzlich so entzaubert. Weniger wäre mehr gewesen. (emv)



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