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Alle Rezensionen zu Big Wave Riders
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Life Less Ordinary
(2012, Soliti)

Von der enspannten Straßenköter-Attitüde der Big Wave Riders sollte man sich nicht täuschen lassen. Über den grauen Großstadt-Hinterhöfen strahlt die Sonne in durchdringenden Comicbook-Farben. Mit dem Song »Sunny Season« haben die Fünf aus Helsinki genau dieser Attitüde auf ihrem Debütalbum »LIFE LESS ORDINARY« Tribut gezollt. Die Nachwuchskräfte lieben das Spiel mit den Zitaten nicht nur in Bezug auf die schnodderige Seite des 80er-Indierock: Der Albumtitel zwinkert dem gleichnamigen Film mit Ewan McGregor zu. Dem Helden aller leicht aus der Bahn katapultierten Loser, der sich mit einem frechen Grinsen noch aus jeder Bredouille befreit hat! So geht das! Big Wave Riders jonglieren hier wie bereits auf ihrer ersten EP mit vielen Bällen: Flirrenden Strandgitarren, coolen Synthies oder lärmigem und aufbegehrendem Klampfengeschrammel. Ein Hauch von psychedelischen Patschulidüften hängt gleichmütig über den Mülltonnen hinter dem Haus. Groovy, Jungs!

Dass Schöngesang auch den mittelharten Jungs durchaus gut zu Gesicht steht, beweisen die Riders in Lebenslust-Stückchen »Castle In The Air«. Und wer hier ganz genau hinhört, der könnte vielleicht vermuten, dass das Quintett um Schnodderschnauze-Sänger Teppo dem umfangreichen Schaffen ihrer finnischen Landsleute The Rollstons von anno damals (also zu Beginn des Jahrtausends!) aufmerksam gelauscht haben. Der anarchisch-föhliche Grundton und die insgeheime Popverliebtheit finden sich hier wie dort. Und das unverschämte Glitzern in den Augen sowieso. (emv)



Siehe auch:
The Rollstons

 Big Wave Riders: Life Less Ordinary

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/bigwaveridersband

   

Endless Summer
(2016, Soliti Soliti052)

Lässig durch den Sommer jammen mit den Big Wave Riders: Mit scheppernden Grunge-Gitarren und schicken Retro-Synthies streifen die Vier aus Helsinki durch juliheiße Großstadtstraßen. Hinter der hieppiesken Herumtreiber-Attitüde verbirgt sich eine gute Dosis Zivilisations-Überdruss: Der feine Track »Escaping The City« ist eine einzige Absage an die Welt der zwanghaft hippen Großstadt-Jugend. Da hilft nur noch die sofortige Flucht! Mit der Veröffentlichung des zweiten Longplayers »ENDLESS SUMMER« haben sich die Indierocksters vier Jahre Zeit gelassen. Merke: Ohne Eile kommt man auch ans Ziel!

Wer den Vieren einen Genre-Stempel verpassen will, läuft erfreulicherweise ins Leere. Die psychedelischen Einflüsse sind zwar unbestreitbar, dann blitzen aber die Manchesterjungs Stone Roses auf und die Coolness der frühen New Yorker Nullerjahre sowieso. Und nicht zu vergessen: hier lebt die unbeschwerte, uneitle Pop-Leichtigkeit und deren unbestimmte Sehnsucht nach der großen Liebe. Wer den Schmuddelkinder-Herz-Schmerz-Track »While You Are A Wold Away« hört, weiß, von was ich rede! Nichts suchen und alles finden: Mit den Big Wave Riders geht das! (emv)

   

Big Wave Riders
(2011, Soliti)

Sie setzen sich die schwarzen Sonnenbrillen auf und stehen bewusst zwischen den Stühlen. Big Wave Riders aus Helsinki wollen sich partout nicht einfach verorten lassen und bewegen sich auf ihrer selbst betitelten Debüt-EP geschmeidig wie die Katzen quer durch das Dickicht der Stile. Zelebrieren flirrende Sommer-Surfgitarrensounds, die dezidiert nicht gefällig klingen, und kontrastierende diese auf eine geradezu hinterlistig elegante Weise mit angenehm unprotzigen Elektronik-Frickeleien. Kombinieren das Ganze mit einer urcoolen dicke-Lippe-Attitüde selbstbewusster Großstadtkids und der rotzigen Stimme von Sänger Teppo. Sind abgezockt, superplebendig und sehr, sehr tanzbar.

Lassen wir sie unter den sich weit blähenden Segeln des energeigeladenen 80er-Indierocks segeln, dann liegen wir nicht völlig falsch. Lassen wir sie nach der großen Hymne schielen wie in »Big Sound«, aber dabei nicht übertreiben, sondern immer schön dieses ironische Glitzern in den Augen haben. Die Gitarren scheppern bisweilen psychedelisch. Wie Sternschnuppen, die aufblitzen. Aber dann stürmen die Vier unbeindruckt weiter, immer ihrer eigenen Nase nach. Hauptinspirationsquellen für das Quartett sind übrigens Echos und Wellen. Naturphänomen als Spasstreiber: Mal was Neues! (emv)



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