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Alle Rezensionen zu Simon Toldam Orkester STORK
(Genre »Jazz«, Land »Dänemark«)

 

Stork
(2011, ILK/VME ILK175CD)

»Stork« steht nicht für den Vogel Storch, sondern ist die Abkürzung für Simon Toldam Orkester, bei dem es sich genau genommen um ein Sextett handelt. Der dänische Pianist und Komponist Toldam, 1979 geboren, fand bemerkenswerter Weise hier bei »Nordische Musik« sowie in Deutschland überhaupt bislang noch gar keine Beachtung, obwohl er bereits in ungezählten Ensembles spielte (Sekten, Han Bennink Trio u.v.a.), einige leitet und mit bekannten Namen wie Eivind Aarset oder Marilyn Mazur auftrat. Seine Band Prügelknabe mixt Jazz mit Streichern und Liedtraditionen; daneben spielt er mit dem Simon Toldam Trio eigene Jazzstücke, wie darüber hinaus mit Stork.

Hier verwischen die Grenzen zwischen Komposition und Improvisation höchst gewandt, freilich nie glatt oder gefällig. Free Jazz trifft Neue Musik, und wie schon bei anderen ILK-Veröffentlichungen (Spring, The White Nothing) ist der Geist Ornette Colemans mit im Raum. Toldam hat sich in der dänischen Jazzszene als Pianist, Komponist und Arrangeur ein beachtliches Renommee erarbeitet und wurde bereits mit mehreren Nationalen Musikpreisen ausgezeichnet. So wäre es langsam an der Zeit, dass sein Name auch im Ausland an Bekanntheit zulegt. Seine Perspektive auf Jazz, geschickt in der Dramaturgie, technisch und im Zusammenspiel höchst versiert und fantasievoll, dürfte Zukunft haben. (ijb)



Siehe auch:
Simon Toldam Trio
The White Nothing
Han Bennink Trio & Simon Toldam
moLd

Simon Toldam Orkester STORK: Stork

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.simontoldam.com

   

Bells of Sunday
(LP, 2014, ILK ILK219LP)

In der »ILK White Label Series« mit jeweils 100 Exemplaren handbeschrifteter LPs erscheint als Nummer 2 nach Peter Bruuns genialem »Unintended Consequences« nun das zweite Album von Simon Toldams wagemutigen »Orkester«, einem Sextett mit drei Bläsern: Jimmy Nyborg (tr), Sture Ericson (sax, b-cl), Mads Hyhne (tp, als Ersatz für Maria Bertel), dazu Nils Davidsen (b), Peter Bruun (dr) und natürlich Chef Toldam am Piano.

Die Live-Platte aus dem Kopenhagener Jazzhouse geht zwar auf der Spur des Debüt weiter, wagt sich aber streckenweise weit mehr ins Abstrakte und Experimentelle. Simon Toldam gehört zweifellos zu den fantasievollsten und spannendsten Talenten der lebendigen Jazzszene der dänischen Hauptstadt, und mit »BELLS OF SUNDAY« beweist er, dass es mit ihm garantiert nicht langweilig wird. Einfach macht er's uns allerdings wirklich auch nicht. (ijb)



Siehe auch:
Mads Hyhne / Nicolai Munch-Hansen
Anderskov Accident
Nils Davidsen
Peter Bruun



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