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Alle Rezensionen zu Bjørn Hatterud & Conrad Schnitzler
(Genre »Avantgarde«, Land »Norwegen«)

 

Hirschgebrüll
(2011, Fysisk Format CD:FY036/ LP:SYRE026)

Conrad Schnitzler (1937-2011) war als Mitglied bei Tangerine Dream, Kluster und Eruption eine der Schlüsselfiguren im deutschen Progressive Rock. Später wurde der einstige Beuys-Schüler als Einsiedler am Rande von Berlin und als musikalischer Verweigerer zu einer mythischen Kultfigur. Vierzig Jahre jünger ist der Norweger Bjørn Hatterud, Schriftsteller und Kunstkritiker. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden entstand, weil Hatterud an Schnitzler schrieb, ob er nicht etwas aus seinem Mülleimer zur Weiterbearbeitung bekommen könne. Dieser schickte dann wohl tatsächlich ein Päckchen kaputter CD-Rs und ähnliches Herumliegendes.

Herausgekommen ist schließlich ein zehnteiliges Elektronik-Geschwurbel zwischen Beats und Noise, Drones und Synth-Verfremdungen, Resonanzen und Verzerrungen; teils eher blubbernder Echo-Ambient, teils verhallte Industrial-Gitarren (»Part 5«), entfernt rauschender oder dunkel raunender Minimalismus (»Part 6/7«), oder auch mal Erinnerungen an Horrorfilmmusik (»Part 8«). Richtig eindringlich, ja großartig, wird's schließlich mit dem Vibrieren, Flattern und metallischen Rhythmus von »Part 9«.

Das sehr feine Mastering hat übrigens Maja Ratkje übernommen. Und wer das Album in der limitierten Vinylausgabe erwirbt, erhält 16 Remixes im mp3-Format dazu, unter anderem von Lasse Marhaug, Alexander Rishaug und Monolab. (ijb)



Siehe auch:
Maja Ratkje
Mayhem
Alexander Rishaug
Lasse Marhaug

Bjørn Hatterud: Hirschgebrüll

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.schnitzler-hatterud.com



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