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Alle Rezensionen zu Emo Albino
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Lady Lord
(2010, Sofa 534)

Das Werk von Ingar Zach und Ivar Grydeland franst an allen Enden aus. Hier der treibende Krautrock von Huntsville, dort die fragilen Jazzgebilde von Dans les arbres, und dann wiederum der radikale Minimalismus von Mural. Was Grydeland und Zach nun als Duo Emo Albino auf ihrem eigenen Label Sofa Music veröffentlichen, beginnt zwar ähnlich impressionistisch wie Zachs Solomaterial, geht aber bald in eine Richtung, die am ehesten an sein Projekt LabField mit dem Gitarristen David Stackenäs erinnert: ein halluzinogen mäandernder Drone-Berg, der aus immer mehr aufeinander geschichteten Noise-Unterarten emporwächst.

Ein Nebel aus Geräuschen, Flächen und Verzerrungen, streckenweise schwer zu durchdringen, zunehmend dunkel und beunruhigend. Auf der CD ist nicht vermerkt, welche Instrumente zum Einsatz kamen; vermutlich eine Kombination aus Gitarre, Schlaginstrumenten und diversen elektronischen Gerätschaften. Man würde kaum erahnen, dass diese Expedition in surreale Klangwelten von nur zwei Musikern live (beim Jazzfestival in Kongsberg 2010) aufgenommen wurde, so komplex aufgebaut und weitsichtig strukturiert ist diese halbstündige sehr gegenwärtige Avantgarde-Jazz-Komposition. (ijb)



Siehe auch:
Huntsville
Dans les arbres
Ingar Zach
Mural

 Emo Albino: Lady Lord



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