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Alle Rezensionen zu S/S MotSol
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Parallel Pleasures
(2011, Creative Sources CS198CD)

Eine ernste Warnung vorab: Wer beim Begriff »Free Jazz« anstrengendes Chaos und nervigen Krach assoziiert, braucht gar nicht erst weiterzulesen; die schlimmsten Erwartungen werden hier erfüllt. Stine Janvin Motland (geb. 1985) wird in Norwegen seit zwei, drei Jahren als angehender Stimm-Star der Szene gehandelt, als Verlängerung der Linie um Maja Ratkje, Linda Kallerdahl oder Sidsel Endresen. An Endresens Kollaboration mit Humcrush erinnert diese Platte dann auch streckenweise, in den (relativ) entspannteren Momenten wohlgemerkt. Es ist also eine sichere Wette, dass wir auch Motlands nächste Platte auf Rune Grammofon zu hören bekommen werden.

Ihr Duo mit dem Schlagzeuger Ståle Liavik Solberg bekam simpel den Namen »MotSol«, und für das Album »PARALLEL PLEASURES« beim portugiesischen Label Creative Sources wurde es zum Oktett »S/S MotSol« erweitert, unter anderem mit Ratkjes Freundin Hild Sofie Tafjord am Waldhorn, Bassist Per Zanussi und Trompeter Eivind Lønning. Die zehn Stücke des Albums wurden im Osloer Jazzclub Victoria aufgenommen, vermutlich im Rahmen eines Konzerts. Wem Humcrush nicht sperrig genug sind oder Spunk zu verzerrt-elektronisch oder die Platten von Sofa Music zu introspektiv, der ist bei MotSol genau richtig. Freie Improvisationen mit sich gegenseitig herausfordenden Avantgardisten, denen keine Grenze zu rigide ist. Also anstrengend ist das, ohne Frage, aber für Freunde des Genres ein Fest. (ijb)



Siehe auch:
Pan-Scan Ensemble
Stine Janvin Motland
Maja S. K. Ratkje
Eivind Lønning mit Koboku Senjû

S/S MotSol: Parallel Pleasures

Video-Link



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