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Alle Rezensionen zu Big Fox
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Big Fox
(2012, Popup Records/Cargo)

Mädchen, die pfeifen? Nichts mit Hälseumdrehen, bitte! Denn Big Fox aka Charlotta Perers ist mit ihrem selbst betitelten Debütalbum ein wunderbar naseweises und sanft eigensinniges halbes Stündchen Pianopop geglückt, zu dem man nur beschwingt über kopfsteingepflasterte Gassen hüpfen mag, bis der lässig um den Hals geschwungene pastellfarbene Chiffonschal wie ein Kometschweif weht. Die Diseuse aus Malmö, die ihren Erstling größtenteils in Eigenregie in ihrer Wohnung eingespielt hat, ist eine moderne Wiedergängerin der fiktiven Heldinnen Holly Golightly und Lotta aus der Krachmacherstraße. Im Frühling, natürlich!

Bloß sich nicht verbiegen lassen vom ernsthaften Erwachsenenleben, dem Big Fox im Song »Grow Up« naiv und ernsthaft den Kampf ansagt und ihre Fahrradklingel frech dazu auf Dauerrotation stellt. Frau Perers träumt unverdrossen von der schönsten Musik von allen und lässt sich durch feste Arbeitszeiten nicht vorschreiben, wie sie zu fühlen hat. Ein warmer Hauch von samtiger 60ies-Aufbruchstimmung überzieht dieses Album in liebevollen Sepiafarben, zu denen sich trefflich schmachten lässt. Wie in der gefühligen Ballade »Why, Oh Why«, zu der einem das Herz so weit aufgeht wie in den besseren Doris-Day-Filmen mit ihrer artigen Verspieltheit. Frau Perers ist ebenso elegant wie staunend großäugig. Wunderbare Mischung zum Träumen, Treibenlassen und sanften Seufzen, das! (emv)

 Big Fox: Big Fox

Offizielle Website

Offizielle Website      https://www.bigfox.se/

   

See How The Light Falls
(2020, Backseat/Soulfood)

Üppig instrumentiert und bewusst reduziert. Elektronisch verstärkt und klassisch-zurückgenommen: Charlotta Perers alias Big Fox bewegt sich auf ihrem dritten Album »SEE HOW THE LIGHT FALLS« zwischen den Extremen. Überschattet wurden die Aufnahmen von der Krebserkrankung der Musikerin aus Malmö, die sie inzwischen erfreulicherweise überwunden hat. Vor diesem Hintergrund wird klar, warum der Grundton deutlich nachdenklicher ausfällt als bei ihrem superlebendigen und rotzfrechen Mädeldspop-Debütalbum aus dem Jahr 2012. Big Fox setzt hier auf eleganten Elektropop und versteht es trotzdem, die tieferen Fragen des Lebens zu stellen. Erwachsenwerden kann sich durchaus so anhören.

Am berührendsten ist das Album vor allem dann, wenn Big Fox die leisen Töne anschlägt, so wie in der wunderbar schwebenden kleinen Balladen wie »Sad Eyes«, das mit reduzierten Bläserklängen überzeugt. Wer nicht genau zuhört, könnte von einem sehr melancholischen Albun sprechen. Stimmt aber nicht: Denn Songs wie das feine »All I´m Trying« erhebt die Nachdenklichkeit zur Kunstform. (emv)

Video-Link



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