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Alle Rezensionen zu Giana Factory
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

Save The Youth
(2012, Questions & Answers QACD100)

Sie inszenieren sich unterkühlt und unnahbar, aber unbedingt tanzbar, die drei Musikerinnen von Giana Factory. Und zelebrieren ihren Neo-Discopop in schimmernden Schwarztönen. Die musikalische Ästhetik erinnert an die glamouröse Schwüle der frühen 60er und sitzt so passgenau wie das Kleine Schwarze von Audrey Hepburn in »Frühstück bei Tiffany«. Im Kopenhagener Nachtleben ist das Trio um Sängerin Loui Foo bestens vernetzt, zählt man doch die Raveonettes, The Asteroids Galaxy Tour und WhoMadeWho zum engeren Bekanntenkreis. Auf ihrem Debütalbum »SAVE THE YOUTH» wechseln die drei scheinbar mühelos zwischen geschmeidigen Beats, düsteren Synthies und an Ry Cooder erinnernden reduzierten Neo-Americana-Country. Paris, Texas lässt im wunderbar reduzierten Opener »Mexican« grüßen.

Giana Factory sind eine spröde Band, die sich eigensinnig gegen einfache Zugänglichkeit stemmt. In deren Musik immer eine ferne Grundmelancholie mitschwingt, die höchstens im Song »Sylphid Dies« zu sanfter Sehnsucht mutieren darf. Die drei Däninnen sind wie moderne Sirenen: Sie locken dich, aber du darfst ihnen nie zu nahe kommen. Wehe, denn sie könnten ihre Krallen ausfahren! Lieber halten wir uns in gebührendem Abstand und lassen uns von der rauchzarten Abgeklärtheit von »Rainbow Girl« bezirzen, dem vielleicht schönsten Stück des Albums, in dem Loui Foo mit sanfter Vehemenz lakonisches Aufbegehren zu einem Akt verhaltener Rebellion wachsen läßt. (emv)



Siehe auch:
The Raveonettes
WhoMadeWho
The Asteroids Galaxy Tour
Trentemøller

 Giana Factory: Save The Youth

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.gianafactory.dk/

   

Lemon Moon
(2014, Questions & Answers/Word & Sound QACD007)

Wenn Sie von Ihren Gästen demnächst überrascht hören wollen: »Hey, ist das die neue Trentemøller? Wow, die ist ja endlich wieder richtig gut!« — dann kaufen Sie diese CD! Doch halt, ist sie ja gar nicht. Der dänische Tausendsassa hat nach seinem exzellenten Remix (nachzuhören auf »Reworked/Remixed«) nun gleich das komplette zweite Album von Giana Factory produziert. Und dem Frauentrio (wie zuletzt Darkness Falls) seinen Stempel aufgedrückt. Was für beide Seiten einen echten Gewinn darstellt. So stark und dicht könnten Trentemøllers Alben sein, wenn er nicht alle Hebel und Knöpfchen und Gäste und Stile gleichzeitig bedienen wollte.

Für Louise Foo, Sofie Johanne und Lisbet Fritze sorgt der Produzent für einen ordentlichen Qualitätssprung vom kühlen Synthpop zum klanglich komplexeren Gesamtentwurf zwischen wundersam zeitlosen Keyboards und feinsinnig berauschenden Gitarren. Alle elf Songs sind erfrischende, melodisch kluge Pop-Perlen. Klar klingt alles stark nach Trentemøller, aber Giana Factory sind die neue Eleganz im Genre »Girl's Trio«, die Ronettes 2014! (ijb)



Siehe auch:
Darkness Falls



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