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Alle Rezensionen zu Hayden Powell
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Circadian Rhythm & Blues
(2 CDs, 2015, Periskop/Musikkoperatørene PSK 103)

Er begnügt sich nicht mit einer CD, nein: Hayden Powell bringt diesmal gleich ein Doppelalbum heraus mit zwei ganz unterschiedlichen Scheiben. Die erste CD hat der Trompeter mit seinem regulären Trio aufgenommen: Eyolf Dale am Piano und Jo Skaansar am Kontrabass bilden mit dem Trompeter eine sehr gut harmonierende Einheit mit ziemlich spezieller Ästhetik. Ohne Schlagzeug ist die Stimmung eher kammermusikalisch, das wird auch dadurch verstärkt, dass die drei Musiker selten aus sich heraus gehen. Powell spielt sehr lyrisch, auch in freieren Passagen – und davon gibt es einige. Überhaupt ist die große Stärke dieses Trios das Hören und Reagieren auf die Partner.

Die zweite CD besteht aus Soloimprovisationen, aufgenommen in der Tøyen Kirche in Oslo. Die gute Akustik dort hört man im zunächst meditativen, sich langsam öffnenden »Cantillation«. In »Pepper – Upper«, auch im an eine Dampflok erinnernden »Crosswind« zeigt er, was man allein mit einem Mundstück machen kann, wie er minimal Tonhöhen verändert – obwohl es gar keine »Töne« sind, lediglich die Intensität und Ryhthmik der eingeblasenen Luft wird verändert. Die folgenden Stücke wirken mitunter etwas etudenhaft. Spannend ist das allemal, wenn auch live sicher noch erheblich fesselnder. (tjk)



Siehe auch:
Trondheim Jazz Orchestra
Magic Pocket
Johansen, Storaas, Skaansar, Christensen
Eyolf Dale

Hayden Powell: Circadian Rhythm & Blues

Offizielle Website

Offizielle Website      http://haydenpowell.com

   

Roots and Stems
(2013, Periskop/Musikkoperatørene CD PSK101/ LP PSK102)

Nach dem Debütalbum im Sextett beschränkte Powell die Besetzung für den Nachfolger auf sein Kerntrio mit Bassist Jo Skaansar und Pianist Eyolf Dale – und dies war eine sehr gute Entscheidung. Obwohl Powells Name allein auf dem Cover steht, muss man »ROOTS AND STEMS« klar als Trioalbum erkennen. Hervorragend frisch, eingängig und wenig nordisch-kühl präsentieren sich die drei etwa auf »Bassclarinetteblues«, einem Springinsfeld von einem Jazzsong, mit sich sympathisch aufstachelnden Trompeten- und Pianomelodien, akzentuiert von zackiger, sporadischer Perkussion.

Der Aufnahme kommt nicht nur absolut zugute, dass mit den zehn Stücken einige Zeit gelebt wurde, sondern auch, dass sie in einem intensiven Tag im Rainbow-Studio erst zwei bis drei Mal eingespielt und dann noch einmal am Stück vor kleinem Publikum aus Freunden und Kollegen aufgenommen wurden. Die Energie dieses über Jahre zusammengewachsenen Trios spürt man in jeder Minute. Besser hätten die Jungs und Powells Label Periskop den Album-Einstand kaum feiern können. Bitte gerne mehr davon! (ijb)



Siehe auch:
Albatrosh
Anders Lønne Grønseth
Jo Skanansar mit Solfrid Molland
Eyolf Dale mit Daniel Herskedal

   

The Attic
(2011, Inner Ear/Musikkoperatørene INEA13)

Don't be fooled by the name. Wenn der Trompeter Hayden Powell auch in England zur Welt kam (1983), so lebte er, aufgewachsen in Molde, fast sein ganzes Leben in Norwegen. Obwohl er nach dem Bachelor in Trondheim gerade erst 2011 in Oslo seinen Master in Jazz-Performance machte, hat er bereits eine lange Liste an renommierten Zusammenarbeiten vorzuweisen. Nach Jahren mit traditionellem Jazz spielte er im Trondheim Jazz Orchestra und gründete unter anderem mit Erik Nylander und Daniel Herskedal die Band Magic Pocket.

Dass Powell bislang noch nicht so bekannt ist wie viele Kollegen aus dem Trondheimer Jazz-Umfeld überrascht also ein wenig; es dürfte aber nur eine Frage der Zeit sein, bis sich das ändert. 2011 erschienen drei Alben mit ihm als Bandmitglied, sowie sein erstes Album als Leader. Dafür baute er sein Trio mit Pianist Eyolf Dale und Jo Skaansar am Bass zum Sextett mit Schlagzeug, Saxofon (Tore Brunborg wieder einmal) und Posaune aus. »THE ATTIC« ist ein mehr als solides Gesellenstück, mit dem zwar nicht das Rad neu erfunden, aber ein ausdrucksstarker Grundstein für eine Karriere als Bandleader gelegt wird. Anknüpfend an die Klassiker des Modern Jazz liegt der Schwerpunkt hier auf dem homogenen Zusammenspiel statt auf Virtuosität. (ijb)



Siehe auch:
Tore Brunborg mit Mats Eilertsen
Lena Nymark
Tore Brunborg



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