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Alle Rezensionen zu Toggi
(Genre »Pop«, Land »Island«)

 

Private Confessions And Clumsy Poetry
(2011, Medialux)

Konzentration auf das Wesentliche. Eine Stimme, eine Gitarre oder ein Piano. Und viel Herz. Emotional und zerbrechlich. Aber authentisch. Toggi, der Mann mit der Klampfe, ist eine dieser trotzigen Seelen, die vom Leben und der Liebe wie ein viktorianisches Waisenkind gebeutelt wurden, aber die gerade deshalb die empfindsamsten Chronisten fragiler Gefühlszustände sind. Auf »PRIVATE CONFESSIONS AND CLUMSY POETRY«, seinem dritten Longplayer, ist der isländische Singer-Songwriter der König der Verlierer, aber überwältigt mit Bescheidenheit und intelligenten Beobachtungen der Tiefen des Alltags. Der Barde hat auf dieser Veröfentlichung vornehmlich B-Seiten, Demos und akustische Versionen seiner Songs zusammengetragen.

Toggi ist seit Jahren in der isländischen Musikszene unterwegs, bestens vernetzt, und hat mit Szenegrößen wie Hjáltalin zusammengearbeitet und die größere Form erkundet. Ganz bei sich scheint er aber dann zu sein, wenn er wie hier auf die bewusste Reduktion vertraut. Und in der Landessprache singt. Und dennoch: Die englischen Songs des Drittlings sind den Nicht-Isländern leichter zugänglich und kleine Meisterstücke wie »Moth To A Flame« zollen allem Unsinn, den man je in Liebesdingen veranstaltet hat, respektvoll Tribut. Aber der echte Höhepunkt ist »The Cruelty Of Girls«, das katzenspfotensanft daherkommt, aber auf vertrackte Weise wütend und rachsüchtig ist. Das krieg mal einer so hin! (emv)



Siehe auch:
Hjáltalin

 Toggi: Private Confessions And Clumsy Poetry

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/toggipop#!

   

Wonderful Secrets
(2011, Medialux)

Brav war gestern. Dem isländischen Troubadour Toggi geht es auf seinem zweiten Longplayer »WONDERFUL SECRETS« zwar weiterhin vornehmlich um das Besingen amouröser Melodramen, aber eine erfrischende Garstigkeit hat hinterrücks ins Liebesschwelgereien-Land Einzug gehalten. Der wirft in Songs Songs wie »Violent Drama Queen« mit diabolischem Lächeln den Ehering weg oder haut dem gierigen Kapitalismus in »Let Them Bleed« mächtig eins auf die Mütze. Auch stilistisch traut sich der Herzensbrecher aus Reykjavik mehr zu: Discoklänge, aufmüpfige elektronische Samples, countreyeskes Schwelgen und rockige Ausbrüche.

Im Grunde aber kommt Toggi aber immer noch als unverbesserlicher Romantiker daher, vor allem in den beiden beseelten Duetten mit der Chanteuese Ólöf Jara Skagfjörð. Da hat einer die Hoffnung nicht aufgegeben, dass die große, echte Liebe doch exisitiert. So lange wie der bebrillte Barde den Glauben daran nicht verliert, gibt es Hoffnung. (emv)

   

Puppy
(2006, Sena)

Ach,welche Verheerungen richten grausame Frauen doch in empfindsamen Männerherzen an! Der traurige Troubadour Toggi kann auf seinem Debütalbum »PUPPY« melodramatisch eingefärbte Lieder davon singen. Ein gebrochenes Herz macht die Seele auf die wundervollste Weise mürbe. Dem isländischen Popster, der hier zwischen Smith´schem Losertum und Coldplay´schem Gutmenschsein oszilliert, weiß genau, dass leise musikalische Seufzer eine unbestreitbare Ästhetik besitzen. Wie das opulente Herz-Schmerz-Stückchen »Heart in Line« mit folgerichtiger Sehnsucht beweist. Diese Gefühle schmerzen, tun aber niemals wirklich weh. Dafür sind sie viel zu schön!

Toggi gibt den großäugigen Romantiker, der unbeirrt an seinem Glauben festhält, doch irgendwann noch die blaue Blume zu finden. Seine Liebesschwüre kratzen mitunter in Songs wie dem seufzenden »Birthday Boy« hart an der Kitschgrenze. Gitarren schnurren, Synthies schluchzen, Falsett-Schöngesang fleht die hartherzige Geliebte um Erbarmen. Langweilig wird es im Tal der Tränen trotzdem nicht, weil Toggi auch mal ins Soulige, Power-Poppige oder ins coutryesk-Balladige zu wechseln weiß. »PUPPY« gehört bei akutem Liebeskummer in jede Hausapotheke. (emv)



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