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Alle Rezensionen zu Brotherhood
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Turn The Gold To Chrome
(2012, AF Music)

Glitzernde Düsternis. Edle Endzeitstimmung. Verlangsamtes Fallen, endlos. Kommt uns das bekannt vor? Aber ja! Wir fühlen uns auf »TURN THE GOLD TO CHROME« , dem Drebütalbum von Brotherhood, in die düsterwavige Stimmung der 80er zurückversetzt. In denen sich die Heroen von Joy Division bis Depeche Mode in dekorativem Weltschmerz, trotziger Einsamkeit und verhaltener Kritik an der Entfremdung des postmodernen Lebens suhlten. Hach! Stefan Eriksson und Micke Lönngren zelebrieren diese Zeiten mit schmerzhaft heulenden Gitarren und repetitiven, knochentrockenen Bassläufen, dass man sich unwillkürlich im alten England der Thatcher-Jahre wähnt. Oh Hoffnung, wo weilst du? Aber insgeheim ist dieses Schwarz in lichte Töne gehüllt.

Dass die Schweden, die bereits seit 2007 als Duo aktiv sind, hier nichts zur Erneuerung des Genres beitragen, wollen wir ihnen großzügig verzeihen. Weil sie wohl verstanden haben, dass eine untergründige Wut wie im Song »Question And Answer« nachdrücklicher wirkt als alles effekthaschende Protestgeschrei. Weil schmerzliche Intensität in balladigen Songs wie »Sleepwalking« trotz der offenkundigen Retro-Bezüge nichts an Eindrücklichkeit verloren haben. Wir wollen uns in der Melancholie verlieren. Aber mit Stil, mit viel Stil. (emv)

 Brotherhood: Turn The Gold To Chrome

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.brotherhoodsweden.com



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