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Alle Rezensionen zu Tyred Eyes
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

The Piercing Stare, The Thousand Lies
(2012, Alleycat Records/Flight 13)

Das Beste kommt bisweilen zum Schluss. Bei »THE PIERCING STARE, THE THOUSAND LIES« , dem Debütalbum von Tyred Eyes aus Göteborg, ist es »Snapsvisan« , ein wunderbar torkelnder Trinkermelancholiesong, der mit seinen gemütvollen Orgelklängen auch ein Choral sein könnte. Oder eine Tex-Mex-Wehklage, wenn die traurige Trompete erklingt. Hach! Aber ureigentlich sind die vier Schweden (ein Brüderpaar, noch ein Kerl und ein Mädchen) selbstbewusste Schmuddelkinder des garagigen, schmutzigen Punkrock. Die auf bewährte schabuuuuum!-Art Vollgas geben, als gebe es keine Stoppschilder auf dieser Welt. Aber merke: Diese streunenden Straßengören schauen gerne über den Tellerrand: Im emotional dichten Stückchen »GBDG« nehmen sie unversehens den Fuß vom Gaspedal und ereifern sich in bester Johnny-Cash-Manier über Städte, die man lieber verlassen sollte. Und in »Party Like It's 1939!« klingt es fast so, als wollten sie der Titelmelodie aus »Buffy, The Vampire Slayer« respektvoll Tribut erweisen.

Sänger Martin gibt das gefühlige Rauhbein, Sängerin Johanna klingt wie Minnie Mouse auf Helium. Nach außen gibt man sich aggressiv-treibend, heimlich flirtet man mit allem Attraktivem, was des Weges kommt. Mit der stylishen Tussi namens Pop sogar! Tyred Eyes machen ureigentlich Freitagabendtanzmusik für die Kids aus der Unterstadt, aber haben ein schlaues Glitzern in den Augen. Sie müssen das nicht ausspielen. Aber sie könnten das. (emv)

 Tyred Eyes: The Piercing Stare, The Thousand Lies

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.tyredeyes.bandcamp.com/



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