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Alle Rezensionen zu Skruk
(Genre »Folk«, Land »Norwegen«)

 

Starry Crowns in Heaven
(2009, Kirkelig Kulturverksted FXCD 352)

Wenn ein Chor eine Grundstimmung hätte, dann entspräche die des norwegischen Ensembles wohl am besten einem sommerlichen Sonntagnachmittag, an dem man entspannt seiner Wege spaziert und ab und zu einen übermütigen Schlenker macht, aus reiner Lebensfreude. In den 33 Jahren seines Bestehens hat Skruk sich vor allem durch überaus große Lebendigkeit und unerschrockene Experimentiertlust ausgezeichnet. Neugierig um die nächste Ecke zu schauen. Auf »STARRY CROWNS IN HEAVEN« setzt sich der Chor unter seinem Dirigenten Per Odvar Hildre mit traditionellen afro-amerikanischen Spirituals auseinander. Die Songs hatte das Ensemble ohnenhin seit langen im Repertoire, aber noch nie auf Platte eingespielt.

Unterstützung haben sich Skruk aus den USA geholt: Der Dirigent Samuel Carver Davenport aus New Orleans stand den Sängern bei den Aufnahmen in der Kirche Vanylven zur Seite. Verschiedene Arrangements wurden von einer weiteren Spirituals-Legende, Moses Hogan, verantwortet. Und, Überraschung: Durch die Frische, Fokussiertheit und Leidenschaft von Skruk entwickeln selbst Songs wie »We Shall Overcome« eine neue Dichte und Intensität. Produziert hat Erik Hillestad, dessen sensible Handschrift der Aufnahme den letzten Schliff an musikalischer Geschlossenheit verleiht. Das Überraschende im Bewährten entdecken – Skruk lassen hier die Funken sprühen. (emv)



Siehe auch:
Skruk & Nymark Collective
Tord Gustavsen
Verschiedene: Kirkelig Kulturversted
Skruk & Suløen

 Skruk: Starry Crowns in Heaven

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.skruk.no/no/forside/

   

Til Alle Tider
(2010, Kirkelig Kulturverksted FXCD356)

Grenzen überschreiten. Sich offen und kreativ mit fremden Musiktraditionen auseinandersetzen. Seit 33 Jahren ist des norwegische Vokalensemble Skruk auf einer musikalischen Mission, um Türen aufzustoßen. Zum »unrunden Dritteljahrhundert« kann der Chor mit dem Album »TIL ALLE TIDER« (übersetzt: Für alle Zeit) mit berechtigtem Stolz darauf zurückblicken, in vieler Hinsicht Vorreiter gewesen zu sein. Er hat der Musik der Welt Einlass in norwegische Kirchen gewährt: Sei es mit Flötenmusik aus den Anden, sei es mit der Kooperation mit aserbaidschanischen oder nicaraguanischen Musikern, sei es mit der spielerischen Auseinandersetzung mit russischer Volksmusik. Frischer Wind in alten Kapellen!

Ruhender Pol ist und bleibt Chorleiter Per Oddvar Hildre, der das Ensemble mit kundiger und entschiedener Hand durch die Zeitläufte gesteuert und den präzisen und warmen Ton geschaffen hat, der Skruk charakterisiert. Die 16 Tracks auf dieser »Best-Of«-Veröffentlichung funkeln jeder auf seine individuelle Weise. Betuliche Besitzstandswahrung ist die Sache von Skruk nicht. Die Norweger werden uns auch in den kommenden 33 Jahren auf hohem Niveau überraschen. (emv)

   

Sommerlandet
(2004, Kirkelig Kulturverksted FXCD 283)

Jazz oder ein Musical? Für Kinder oder Erwachsene? Esoterisch oder weise? So recht weiß man das alles nicht beim Hören von »SOMMERLANDET«. Der Skruk-Chor singt hier einen Text von Eyvind Skeie über das Sterben als Reise eines Kindes durchs Schattental ins Sommerland. Die schlichte, bisweilen kitschig versüßte Musik stammt vom Aserbaidschaner Galib Mamedov und dem norwegischen Jazzmusiker Tord Gustavsen.

Gesungene und gesprochene Passagen wechseln sich mit der eigentlichen Geschichte ab – die Musik illustriert den von Cecilie Jørstad kindgerecht (übrigens auf norwegisch) gelesenen Text. Ohne diesen Text bleiben die Chornummern, so nett sie auch gesungen sind, austauschbar. Ein ambitioniertes Projekt also, das nicht ganz aus dem seichten Fahrwasser herauskommt – live erlebt würde die Geschichte um die kindliche Reise in den Tod sicher an Stärke gewinnen. (sep)



Siehe auch:
Tord Gustavsen

   

Krybberom
(2003, Kirkelig Kulturverksted FXCD 276)

Bei welchem anderen Label sonst sollte auch eine länderübergreifende Produktion erscheinen? Da haben wir zum einen den vielkehligen Chor Skruk unter der Leitung des langbärtigen Per Oddvar Hildre, der immer schon gern die Nase ins Ausland steckte. Dazu kommt die palästinensische Sängerin Rim Banna, deren lange arabische Passagen samt der ihr eigenen Ornamentik musikalische Farbigkeit addieren.

Arrangements und sensible Piano-Begleitung lieferte Tord Gustavsen, assistiert von Bassist und Perkussionist. Das Repertoire? Wunderschöne und festliche Weihe atmende Weihnachtslieder über Engel, Bethlehem und die Vertreibung der Ägypter - dank Rim Banna auch mit kritisch-aktuellen Bezügen: »Tötet nicht unsere Kinder, sie sind Unschuldige«. Ob norwegisches Volkslied, byzanthinische Lithurgie, arabischer Klagegesang oder der Evergreen »Stille Natt« - hier fügt sich alles ganz wunderbar zusammen. (peb)

   

Landet Vi Kommer Fra
(1997, Kirkelig Kulturverksted FXCD 188)

Eine weitere internationale Begegnung des norwegischen Vokal-Ensembles: Per Oddvar Hildre reiste mit seinen Sängern nach Aserbaidschan und arrangierte dort mit Galib Mamedov und Siyavush Kerimi traditionelle Lieder des Gastlandes für den Chor.

Ein Tonumfang von drei Oktaven und bis zu 18 verschiedene Stimmgruppen mussten bewältigt werden, was dem Skruk-Chor - unterstützt durch die aserbaidschanischen Stimmsolisten Ilgar Muradov und Brilliant - jedoch mühelos gelingt. Ein musikalischer Leckerbissen für alle jene, die sich für östliches Liedgut begeistern und denen Pop-Ware wie die von Enja viel zu weichgespült klingt. (peb)



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