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Alle Rezensionen zu Streifenjunko
(Genre »Avantgarde«, Land »Norwegen«)

 

Like Driving
(2018, Sofa 566 LP/CD)

Saxofonist Espen Reinertsen und Trompete Eivind Lønning sind bereits seit 2015 als Streifenjunko unterwegs und haben sich mit diesem Duo eine internationale Fangemeinde erspielt. Ihr drittes Album »LIKE DRIVING«, das wie die beiden hervorragenden Vorgänger bei Sofa Music erscheint, präsentiert die beiden Norweger mit mehr schwebender Ruhe und warmem Minimalismus als vor allem das Debüt »NO LONGER BURNING« (2009) und auch als der bereits ähnlich(er) gelagerte Zweitling »SVAL TORV« (2012). Bereits der gut viertelstündige Opener »Everything we touch is Electric« zeigt, dass Streifenjunko, die gemeinsam auch in anderen Gruppen wie dem Christian Wallumrød Ensemble aktiv sind, die Sofa-typische Geräuschhaftigkeit zugunsten von einer angenehmen, mit langem Atem gespielten Ambient-Stimmung hinter sich lassen. Gäbe es nicht die kinsternde, an Kaminfeuer erinnernde Elektronik zwischendurch, könnte man vermuten, Lønning und Reinertsen hätten Stücke von Brian Enos als Inspiration gewählt.

So ist das Duo nun also einerseits spürbar elektronischer, klangbasteliger geworden als man es von den beiden fraglos in experimenteller Weise als klangforschend bekannten Blasinstrumentalisten gewohnt ist - zugleich aber auch merklich eingängiger, weniger verschlossen. Wer etwa gerne die Hubro-Alben von Sigbjørn Apeland und Nils Økland hört, findet mit der gefühlvollen Minimal Music von »LIKE DRIVING« eine durchaus adäquate Fortsetzung. Hypnotisch und verträumt, und dabei raffiniert wie John Cage. (ijb)



Siehe auch:
Koboku Senjû
Christian Wallumrød Ensemble
S/S MotSol
Kjell Bjørgeengen

 Streifenjunko: Like Driving



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