Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Ivar Grydeland
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Bathymetric Modes
(2012, Hubro/Grappa HubroCD2519)

Ivar Grydeland, einer unserer beliebtesten und bewundertsten Jazzer aus dem Rune/Hubro/Sofa-Stall, zwischen Postrock, Free Jazz und leisen Tönen, mitverantwortlich für einige exzellente Alben, präsentiert sich hier erstmals solo. Fast im Alleingang hat er diese sechs Songs eingespielt, nur punktuell hier und da unterstützt durch Kollegen mit Klarinette, Posaune oder Snare Drum. Neben seiner Gitarre musizierte Grydeland mit Banjo, Mandoline, Ukulele, Zither, Keyboards, aber auch Pedal-Steel-Gitarre und Tenori-on.

Ein kleines, lässiges Sammelsurium an Nebeneinfällen, gesammelt über fünf Jahre (2007 bis 2011), und im Frühjahr 2012 schließlich zusammengesetzt, mit Hilfe von Thomas Hukkelberg und Giuseppe Ielasi, ein überraschend heiter-flockiges Alternative-Pop-Album. Grydelands eigenen Worten zufolge handelt es sich um ältere Sachen, die er einfach mal zusammengefügt hat, doch tatsächlich war er zum Zeitpunkt der Veröffentlichung bereits wieder ganz woanders, künstlerisch gesprochen; nämlich beim Experimentieren mit vervielfältigten Solo-Impros und bei der Forschung des Improvisierens, im Ensemble und alleine. Manches floss vermutlich auch ins Ballrogg-Album »Cabin Music« ein. Bleiben wir also gespannt, womit er in Zukunft überrascht und begeistert. Als »Snack« zwischendurch ist auch mal so ein kleines Skizzenkästchen willkommen. (ijb)



Siehe auch:
Huntsville
Dans les arbres
Ballrogg
Emo Albino

Ivar Grydeland: Bathymetric Modes

   

Stop Freeze Wait Eat
(2015, Hubro/Grappa HUBROCD2538 /-LP3538)

Ivar Grydelands zweites Album ist noch intimer, noch stiller und noch reduzierter als sein Debüt drei Jahre zuvor. Es ist allerdings auch deutlich besser und konzentrierter. Diesmal spielte er alle Instrumente selbst ein, nur Mix und Mastering erledigte er mit Johnny Skalleberg und Helge Sten. »STOP FREEZE WAIT EAT« ist als Album das Ergebnis seines Doktorprojekts »Ensemble of me« an der Norwegischen Musikakademie in Oslo, wobei er seine jahrelange Erfahrung in verschiedenen Improvisationsensembles als Grundlage der Forschung nutzte, wie er solo ein Ensemble sein könnte.

Diese Beschreibung ist ein wenig irreführend, denn die Platte setzt sich keineswegs aus zahlreichen überlagerten Instrumentenspuren zusammen, sondern Grydeland versuchte, eine bestimmte, halb intuitive, halb reflexive Form des Solomusizierens zu finden. Wie das klingt und aussieht, kann man sich nur schwer vorstellen, ohne es nicht selbst gesehen zu haben, doch der minimalistische, ein wenig an Steve Reichs Loop-Kompositionen und Verschiebungen erinnernde, elektronisch angehauchte Avant-Jazz verströmt eine apart-warmherzige Stimmung, in der man sich gerne verliert. Passt gut zu Håkon Stenes »Lush Laments«. (ijb)



Siehe auch:
Håkon Stene
Kim Myhr
Stein Urheim



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel